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Volkswagen

Mit dem e-Golf holt Volkswagen nun nach dem kürzlich eingeführten e-up! zum zweiten Elektromobilitäts-Schlag aus. Kaum ein anderes Fahrzeug verkörpert die Marke VW so sehr wie der Golf, ab dem Frühjahr soll die 7. Generation nun auch endlich als elektrifizierte Version erhältlich sein – und für den Herbst 2014 hat VW auch noch eine Variante als Plug-in-Hybriden angekündigt. Der Elektro-Golf ist für VW dabei ganz und gar kein Nischenprodukt, schließlich will der Konzern bis 2018 auch im Bereich Elektroautos Marktführer sein, wie der VW-Vorstandsvorsitzende Winterkorn auf der letzten IAA verkündete. Ziel ist es, alle Fahrzeugklassen zu elektrifizieren.

VW verspricht für den neuen, erstmals auf der letzten IAA präsentierten e-Golf volle Alltagstauglichkeit mit einer auf Pendler zugeschnittenen Reichweite: Der komfortabel ausgestattete Fünfsitzer verfügt über einen im Fahrzeugboden positionierten 24,2 kWh Lithium-Ionen-Akku, der nach Herstellerangaben für bis zu 190 Kilometer reichen soll. Unter optimalen Bedingungen soll der Verbrauch bei 12,7 kWh auf 100 Kilometer liegen, wodurch diese Strecke mit dem e-Golf nur rund 3,30 Euro kostet (bei einem Strompreis von 0,258 Euro je kWh). Der Elektro-Golf ist kompatibel mit dem neuen CSS-Schnellladestandard, wodurch die Batterie an der entsprechenden Ladestation innerhalb von 30 Minuten wieder auf 80 Prozent geladen werden kann.

 

Elektroautos sollen keine "rollende Verzichtserklärung" sein

 

 

Dies hat der VW-Chef betont. Entsprechend soll der e-Golf Fahrspaß und Komfort vereinen. Der 85 kW / 115 PS starke Elektromotor stellt direkt ein maximales Anfahrmoment von 270 Nm zur Verfügung und beschleunigt den Frontriebler in 10,4 Sekunden auf 100 km/h. Bei 140 km/h ist Schluß, aus Reichweitengründen wird der e-Golf dann elektronisch abgeregelt. Drei Fahrprofile (Normal, Eco und Eco+) sowie vier vier einstellbare Rekuperationsstufen („D1", „D2", „D3" und „B") sollen eine individuelle Abstimmung ermöglichen und dabei helfen, maximale Reichweiten zu erreichen. Um dies einfach nachvollziehen zu können, gibt es eine Anzeige, die unter Berücksichtigung der jeweiligen Einstellungen die noch verfügbare Reichweite signalisiert. Neben Klimaanlage und Co sollen sogar die Verluste durch Sitz- oder Spiegelheizung mit einbezogen werden.

Auch die Serienausstattung kann sich sehen lassen: Neben Klimaautomatik mit Standheizung und -kühlung, einem Radio-Navigationssystem und Frontscheibenheizung sind auch stets LED-Tagfahrlichter und, laut VW erstmals serienmäßig, LED-Scheinwerfer an Bord. Serienmäßig ist auch der 8 Zoll große Touchscreen, der Reichweite, Energiefluss und vieles mehr illustriert.

Angekündigter Erscheinungstermin ist das Frühjahr 2014. Genaue Preise hat VW noch nicht bekannt gegeben, Experten gehen aber davon aus, dass der e-Golf nicht unter 32.000 Euro zu haben sein wird (bekanntlich kostet der kleine e-up! ja schon fast 27.000 Euro). Damit ist der e-Golf kein billiges Vergnügen und dürfte nur überzeugte Emobilisten ansprechen. Denn richtig lohnen wird sich der e-Golf nur für ausgesprochene Vielfahrer – und da dürfte die begrenzte Reichweite nach wie vor ein Problem darstellen.

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