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Henning Balasus

Ein elektrisches Skateboard? Klingt erstmal cool, aber wie soll sich das steuern und bremsen lassen? Eine Antwort auf diese Fragen könnte das Bal-e-Board liefern. Bereits vor einem Jahr stellte der Hildesheimer Tüftler Henning Balasus den ersten Prototyp seines e-Boards vor und hat seitdem in einschlägigen Kreisen viel Aufmerksamkeit für seine Entwicklung erfahren.

Bal-e-Board hat er das umgerüstete Kite-Landboard getauft. Aber der elektrische Antrieb ist gar nicht das Besondere an diesem Spaß- und Fortbewegungsmittel – Elektro-Skateboards gibt es tatsächlich schon, auch wenn sie noch nicht so verbreitet sind. Nur haben die bisher verfügbaren Modelle, aus Kostengründen meint Balasus, keine vernünftige Bremse und sind daher i.d.R. nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Diese Lücke soll das Bal-e-Board nun füllen: Laut Balasus ist sein (noch immer in der Entwicklung befindliches) Longboard das erste e-Board überhaupt, das eine hydraulische Scheibenbremse besitzt.

Die Bremsanlage des Prototyps stammte von einem Mountainbike, aktuell wird an einem völlig neuen, hydraulischen Bremssystem gearbeitet, welches optimal auf die Anforderungen eines e-Boards abgestimmt sein soll – auch um die begehrte Straßenzulassung zu sichern, obwohl das e-Board auch jenseits befestigter Wege eine gute Figur macht. Licht und Blinker sind sprichwörtlich ebenfalls mit an Bord.

Klappt die Zulassung, wird das Bal-e-Board wahrscheinlich mit einem Mofa-Führerschein auf öffentlichen Wegen genutzt werden können und bis zu 25 km/h schnell sein. Theoretisch sollen sogar viel höhere Geschwindigkeiten möglich sein, aber das wäre zu teuer und würde wohl auch die Straßenzulassung gefährden, so Balasus.

Not macht erfinderisch

 

Auf die Idee, ein wirklich funktionales Elektro-Board zu entwickeln, soll Henning Balasus auf Anraten seines Arztes gekommen sein. Der hat ihm freilich nicht geraten, viel Zeit in der Werkstatt beim Tüfteln zu verbringen, dafür aber viel Bewegung an der frischen Luft empfohlen. Und da aus gesundheitlichen Gründen das Fahrrad nicht infrage kam und seine alte Crossmaschine großen Benzindurst hat, hat sich Balasus etwas anderes ausgedacht: ein Elektro-Skateboard und zwar ein flottes.

Der erste Versuch basierte auf einem handelsüblichen elektrischen Skateboard – die Modifizierung bereitete jedoch wegen des billigen Antriebs aus China Probleme, so Balasus. Also beschloss der Tüftler seinen eigenen Antrieb zu entwickeln. Die nächste Basis bildete ein normales Kite-Landboard, das mit einem Motor von Hacker ausgerüstet wurde sowie einem samt Regler im Rucksack untergebrachten 12V Bleiakku – gesteuert wurde über eine konventionelle RC-Fernbedienung.

Weitere Entwicklungsschritte und Akku-Unterbringungslösungen folgten. Aktuell greift Balasus wieder auf eine Rucksack-Variante zurück, die sich auch am e-Board befestigen lassen soll. Zwei Modellbauakkus passen da hinein und versorgen mit ihren je 5 Ah das Bal-e-Board mit einer elektrischen Reichweite von rund 14 Kilometer – bei zwei dieser Akku-Packs lasse sich die Reichweite entsprechend auf 28 km verlängern.

3 Bal-e-Board Versionen: Basic, Premium und Custom

 

 

Das Bal-e-Board soll einmal in 3 Varianten erhältlich sein, die alle mit hochwertigen hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet sein sollen. Die Standard-Version werde auf einem soliden Kite-Landboard basieren, über einen Motor verfügen und rund 1.650 Euro kosten. Verbaut ist ein Brushless-Flugmodellmotor, der mit einem 22,2 V-Modellbauakku bis zu 1350 W auf das Antriebsrad bringt. Auf Wunsch lasse es sich jederzeit auf einen Doppelantrieb nachrüsten, so Balasus.

In der Premium-Version, die ab 2.000 Euro starten soll, sowie der Custom-Version sollen die Kunden ihr e-Board nach eigenen Vorstellungen zusammen stellen können. Als Alleinstellungsmerkmal dient der Custom-Version v.a. ein in Handarbeit hergestelltes Mountainboard, dessen Achsen eine Sonderanfertigung werden.

Gesteuert werden die Elektro-Boards mit einem Traxxas RC Sender, der laut Balasus der einzige mit einer Docking-Station für das i-Phone ist – was zusätzliche Features erlaube: das Ablesen von via Telemetrie übertragenen Echtzeitdaten sowie die Nutzung des iPhones als Navigation.

Kleinserienproduktion in Planung

 

Sobald sich genug Interessenten gemeldet haben, soll die Produktion einer Kleinserie "sofort" los-gehen, so Balasus. Wer mag, kann den innovativen Prototypen aber bereits heute testen, kostenlo-se und unverbindliche Proberunden seien auf der Radrennbahn des VfV Hildesheim oder auf einem der zahlreichen Events der ATB Szene (All Terrain-Board) zwischen Berlin und Stuttgart möglich, die die-ses Jahr zwischen Berlin und Stuttgart (Großerlach) stattfinden.

Weitere Filme von Henning Balasus' Testfahrten finden Sie auf seinem YouTube-Kanal.

 


Eine eigene Webseite besitzt der Hildesheimer Tüftler noch nicht. Wenn Sie Kontakt mit ihm aufnehmen möchten, versuchen Sie es am besten über seine Social Media-Accounts:

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