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Lange Zeit war der Elektroantrieb für LKW kein Thema – Batterien mit einer auch nur für den städtischen Verteilerverkehr ausreichenden Reichweite wären viel zu teuer gewesen. Dies ändert sich langsam, mittlerweile zeichnet sich angesichts sinkender Kosten und zunehmender Leistung die Wirtschaftlichkeit batterieelektrischer Trucks ab. Einen Ausblick auf den Truck der Zukunft gibt die Mercedes-Studie Urban eTruck.

Mit dem Urban eTruck hat Mercedes im vergangenen Jahr seinen ersten vollelektrischen LKW präsentiert. Das Konzeptfahrzeug soll zeigen, was machbar – und angesichts kommender Einfahrrestriktionen in vielen Städten nötig – ist auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität im Verteilerverkehr mit schweren Lkw. Dabei setzt Daimler auf das Zusammenspiel der neuen Technologien autonomes Fahren, Elektromobilität und Konnektivität.

Aerodynamisches Design 

 

Dass mit dem Urban eTruck die Zukunft vorfährt, soll schon das Design signalisieren: fließende Klarheit, reduzierte und schnörkellose Formen lassen den eTruck wie aus einem Guss erscheinen. Über dem Dach verbindet ein dreidimensionaler Spoiler die Kabine mit dem Kühlaufbau. Der breite Schlitz dient als Lufteintritt für das dahinter liegende Kühlaggregat des Frischdienst-Aufbaus. 

 

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Ebenso wie der Dachspoiler wurden auch die seitlichen Schürzen der Kabine, die nahezu bündig mit dem Aufbau abschließen, aerodynamisch gestaltet. Am oberen Ende der optisch nach unten verlängerten Windschutzscheibe ist der Urban eTruck mit Mirrorcams genannten Kamerasystemen ausgestattet, die die herkömmlichen Außenspiegel ersetzen. Statt der gewohnten Instrumente verfügt der Lkw über neue Anzeige- und Bediensystematik mit 2 Displays. Die intelligente Vernetzung aller relevanten Daten und Informationen soll ein reibungslos funktionierendes Gesamtsystem und maximale Leistungsfähigkeit ermöglichen.

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Mercedes-Benz Urban eTruck: genau die Reichweite, die benötigt wird

 

Die technische Ausgangsposition des 26 Tonners bildet ein dreiachsiger Verteiler-Lkw von Mercedes-Benz, der mit einer elektrisch angetriebenen Hinterachse mit Elektromotoren unmittelbar neben den Radnaben ausgerüstet wurde. Die beiden E-Maschinen leisten jeweils bis zu 125 kW und 500 Nm Drehmoment. Durch die Übersetzung soll das Drehmoment am Rad 11 000 Nm erreichen. Mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern könne der Elektro-Lkw eine typische Tagestour im Verteilerverkehr absolvieren, so Mercedes. 

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Die dafür nötige Energie erhält der E-Truck aus einem Batteriepaket, das aus drei Modulen von Lithium-Ionen-Batterien mit einer Gesamtkapazität von 212 kWh besteht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Batteriesätzen könne so die Reichweite auf die benötigten Distanzen individuell angepasst werden. In der Mittagspause oder nach Feierabend kann der schnellladefähige Urban eTruck über den Stecker „Combined Charging System“ (CCS) Typ 2 mit der Ladestation verbunden werden. Bei einer Ladeleistung von 100 kW sollen die vollständig entleerten Batterien in zwei bis drei Stunden wieder auf volle Kapazität gebracht werden können. Mit seinem kompletten Antriebsstrang kommt der eTruck zwar auf ein Mehrgewicht von 1.700 Kilogramm, da die EU eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts für Lkw mit Alternativantrieb um bis zu eine Tonne befürwortet, beläuft sich der Gewichtsnachteil bei 700 Kilogramm. 

Neue Mobilitätskonzepte

Den Urban eTruck will Mercedes in nicht so ferner Zukunft nicht alleine auf die Straße schicken. Vielmehr ist die Elektro-Lkw-Studie Bestandteil neuer Mobilitätskonzepte, für die Daimler in seinen Nutzfahrzeugsparten Trucks, Busse und Vans innovative Lösungen bieten will. In der Zukunftsvision des Autokonzerns übernimmt der Mercedes-Benz Urban eTruck bspw. die Verteilung von Gütern von einem Logistikzentrum zu Supermärkten in der Stadt. 

Der Mercedes-Benz Future Bus, der Urban eTruck und der VisionVan. – Bild: Daimler

Für den Transport kleinerer Güter zu privaten und gewerblichen Empfängern wurde der Mercedes-Benz Vision Van konzipiert, die Personenbeförderung könnte der teilautonome Mercedes-Benz Future Bus übernehmen. Serienfahrzeuge dieser Art hält Daimler ab Anfang des nächsten Jahrzehnts für denkbar. Bis dahin wird es allerdings schon elektrische Vorläufer geben. Daimler kündigte an, schon ab 2018 vollelektrische Mercedes Transporter und Busse in Serie produzieren zu wollen. 

>> Zum Unternehmensprofil im Kompetenzatlas

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