Ende 2010 haben der deutsche Energieriese und der chinesische Batterie- und Elektroautokonzern BYD ("Build Your Dreams") die Zusammenarbeit angekündigt und entsprechende Absichtserklärungen unterzeichnet mit dem Ziel, im Jahr 2012 BYD-Modelle mit RWE-Stromverträgen auf den deutschen und europäischen Markt zu bringen. RWE unterhält in Deutschland bereits 1200 Ladestationen, europaweit sind es etwa 1700.
Auf konkrete Nachfrage des Branchenblattes "Automobilwoche" erklärte RWE nun, dass keine Kooperation mit BYD bestehe - über die Ursachen des Scheiterns der Zusammenarbeit schweigt sich das Energieunternehmen nach Medienberichten aus. Nach Konzernangaben wurde die Zusammenarbeit faktisch schon Anfang 2011 eingestellt, nachdem die BYD-Modelle keine Zulassung für Europa bekommen haben.
Mangelnde Sicherheit als Grund für Ende der Zusammenarbeit?
Als Hauptgrund für den endgültigen Rückzug von RWE wird ein schwerer Autounfall angesehen, der das Image von BYD international stark beschädigte. In der chinesischen Großstadt Shenzhen war ein BYD-Elektroauto vom Typ E6 in Flammen aufgegangen, nachdem es mit einem Sportwagen kollidierte, drei Menschen kamen dabei ums Leben. Dieser tragische Unfall hat international Zweifel an der Sicherheit der BYD-Technik entfacht, v.a., da die Brandursache immer noch nicht restlos geklärt werden konnte. Der Autobauer Daimler, der ebenfalls mit dem chinesischen Elektroautokonzern eine Zusammenarbeit pflegt, bedauerte in einer Stellungnahme den Unfall, sieht darin aber keinen Grund für ein Ende der Partnerschaft.