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Einer der Hauptgründe für die relativ hohen Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen – und nach Ansicht vieler Experten entsprechend auch für die relativ geringen Verkaufszahlen – ist in den teuren Lithium-Ionen-Akkus zu sehen. Laut einer aktuellen, noch unveröffentlichten Studie der internationalen Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey werden die Preise für die in den meisten Elektrofahrzeugen verwendeten Lithium-Ionen-Batterien bis 2020 auf ein Drittel des heutigen Niveaus sinken.

Für die Studie wurden zahlreiche Experten aus den relevanten Zulieferungs- und Fertigungsbereichen in allen großen Produzentenländern befragt. Dabei wurden etwa 40 Faktoren aus den Bereichen Technik, Logistik und Produktion herausgearbeitet, die Einfluß auf die Batteriepreise nehmen. Demnach erwartet das Autoren-Team der Studie, dass in den kommenden Jahren neben einer Kapazitätsteigerung der Batterien auch der Ausschuss infolge gereifter Fertigungsprozesse sinke, der aktuell noch zwischen 20-30% liege. Neben einigen anderen  Einflußfaktoren, wie optimierten Automationsprozessen, sei auch zu erwarten, dass die Margen in den Lieferketten nach unten angepasst werden. Zusammen genommen sollen alle Faktoren bewirken, dass im Jahre 2020 der Preis pro kWh bei etwa 200 $ liegen werde. Aktuell bewegen sich die Preise bei 500 – 700 $ pro kWh. In den Folgejahren soll sich diese Preisentwicklung nach unten weiter fortsetzen.

Zur Veranschaulichung: Ein Mitsubishi i-MIEV verfügt über eine Fahrbatterie mit der Kapazität von 16 kWh, laut dem Modell würden sich also die Kosten bei einem Durchschnittswert von aktuell 600 $/kWh für diese Batterie von heute 9600 $ auf 3200 $ im Jahr 2020 senken – ein massiver Preissturz, der sich auch deutlich in den Verkaufspreisen niederschlagen und somit die Attraktivität von E-Autos für Interessenten erhöhen dürfte.

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