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Zusammen mit Daniel Vincenz führt Stefan Schneider seit drei Jahren die über ein Dutzend innovativen Köpfe des SUNCAR-Teams.
Herbert Zimmermann

Zusammen mit Daniel Vincenz führt Stefan Schneider seit drei Jahren die über ein Dutzend innovativen Köpfe des SUNCAR-Teams.

-Sonderveröffentlichung-

Im Interview verrät Stefan Schneider (28), der gemeinsam mit Daniel Vincenz (30) die Geschäftsleitung bildet, das Erfolgsrezept von SUNCAR HK.

Das Schweizer Start-up SUNCAR HK hat die kritischen ersten Jahre seit Unternehmensgründung nicht nur überstanden, sondern mit Bravour gemeistert. Das Entwicklungsunternehmen für die Elektrifizierung von Baumaschinen, Nutz- und Kommunalfahrzeugen hat sich etabliert und erhält Aufträge von den ganz grossen Playern aus Maschinen- und Fahrzeugbranche.

emobilitaet.online: Stefan, dein Enthusiasmus für SUNCAR HK ist spürbar. Was begeistert dich an deiner Arbeit als Geschäftsführer von SUNCAR HK?

Stefan Schneider: Innovation und Herausforderungen sind mein Antrieb. Die Vorteile des Elektroantriebs werden generell unterschätzt. Mit unseren Entwicklungen zeigen wir, dass die Elektromobilität in den verschiedensten Branchen funktional sowie ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist. Zusätzlich erfüllt mich mein Job, weil ich gerne mit Menschen zusammenarbeite; mit Kunden, Geschäftspartnern und unserem Team.

Du warst bereits in einem der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich) Studentenprojekte namens SunCar, aus denen SUNCAR HK entstanden ist, beteiligt. Hättest du damals gedacht, dass daraus ein Erfolgsunternehmen wie SUNCAR HK entstehen könnte?

Stefan Schneider: Davon geträumt haben wir auf jeden Fall. Damals lag unser Fokus jedoch noch auf der Elektrifizierung von Strassenfahrzeugen, vor allem Sportwagen. Dank Prof. Dr. Dyntar und der Unterstützung des europäischen Takeuchi-Vertreters Huppenkothen wurde unser Traum Realität.

Der Slogan von SUNCAR HK ist «maximale Leistung – minimale Emissionen». Diese Vision setzt ihr durch die Elektrifizierung von Maschinen- und Fahrzeugmodellen, die im Original mit Verbrennungsmotor betrieben werden, um. Welche Produkte habt ihr bereits elektrifiziert?

Stefan Schneider: Angefangen haben wir mit dem TB1140E, dem weltweit ersten mit einer Li-Ion-Batterie betriebenen Elektrobagger. Neben diesem 16-t Modell haben wir zwei weitere Takeuchi-Elektrobaggermodelle elekrtifiziert: den 1,6-t TB216E und den 7-t TB260E. Mittlerweile sind europaweit über 30 Stück dieser SUNCAR-Bagger im Einsatz. Weiter haben wir einen elektrischen Gepäck- und Cargoschlepper mit einer Anhängelast von 80 t entwickelt, der an Flughäfen auf der ganzen Welt eingesetzt wird. Ausserdem gehören zwei elektrische Kommunalfahrzeuge, die eine Reichweite von 200 km aufweisen und in Schweizer Gemeinden eingesetzt werden, zu unseren Entwicklungen.

Herbert Zimmermann

Der 7-t-SUNCAR-Elektrobagger TB260E

Du warst letzte Woche auf der bauma, der weltweit grössten Baumaschinenmesse, in München. Welche Produktneuheiten, die gemeinsam mit SUNCAR HK entwickelt wurden, wurden dort dem Markt präsentiert?

Stefan Schneider: An der bauma wurden das weltweit erste batteriebetriebene Grossdrehbohrgerät sowie ein neuer elektrischer 2-t-Minibagger, als auch ein neuer elektrischer 8-t-Kompaktbagger vorgestellt. Alle drei Entwicklungen stiessen auf grosses Interesse bei den Messebesuchern.

Während die meisten Start-ups das dritte oder vierte Jahr nicht überleben, wächst SUNCAR HK seit bald fünf Jahren kontinuierlich. Was ist der grösste Trumpf von SUNCAR HK, der dem Unternehmen zum Erfolg verhalf?

Stefan Schneider: Eindeutig unser Team. Wir sind ein junges Team aus höchstausgebildeten Ingenieuren von Schweizer Universitäten. Wir sind praktisch orientiert, flexibel und motiviert. Aber das trifft höchstwahrscheinlich auf die meisten Start-ups zu. Ich denke, was uns differenziert ist, dass wir alle gerne arbeiten und über Durchhaltevermögen verfügen. In den kritischen Projektphasen kennt unser aller Engagement fast keine Grenzen. Zudem haben viele Mitarbeiter, trotz des noch jungen Alters, bereits einige Jahre Erfahrung in der Elektromobilität.

Herbert Zimmermann

Stefan Schneider und Daniel Vincenz (Kabine) mit ihren Mitarbeitern

Du hast erwähnt, dass es bei SUNCAR HK teilweise arbeitsintensive Phasen gibt. Wie können Daniel und du euer Team immer wieder neu für die Arbeit motivieren?

Stefan Schneider: Die Motivation des Teams ergibt sich aus der Sache selbst. Unsere Tätigkeit ist eine sinnvolle Tätigkeit. Mit der Elektrifizierung von Maschinen und Fahrzeugen und deren Betrieb mit erneuerbaren Energien werden grosse Mengen an Emissionen eingespart. Unsere Mitarbeiter sind allesamt davon überzeugt, dass dies der richtige Weg in eine nachhaltige Zukunft ist. Jeder weiss, dass er mit seiner Arbeit bei uns einen wertvollen Beitrag dafür leistet und dies motiviert jeden Tag auf’s Neue. Daneben trägt sicherlich auch unser ausgezeichneter Teamgeist zur Motivation bei.

Schauen wir zum Abschluss noch in die Zukunft. Welche Ziele verfolgt SUNCAR HK in der Zukunft?

Stefan Schneider: Wir wollen auch in den nächsten Jahren als Entwicklungsdienstleister für elektrische Baumaschinen, Sondermaschinen oder -fahrzeuge in Nischenmärkten stetig wachsen. Neben Enwticklungsaufträgen arbeiten wir zurzeit auch an der Entwicklung eigener modularer Komponenten für Elektrofahrzeuge. In Kürze wird eine fahrzeugseitige CCS-Box, also eine Ladebox für das international standardisierte Ladesystem Combined Charging System, sowie eine HVDU-Box, d. h. eine Hochspannungsverteilbox, von uns auf dem Markt erhältlich sein. Wir sind auf jeden Fall für die Zukunft gewappnet und freuen uns darauf!

Vielen Dank für das Interview!

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