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Die Aktion Berlin Bike Booster ermöglicht es, das Swobbee Akkuwechsel-Netzwerk in der Hauptstadt kostenlos zu nutzen.
Swobbee

Die Aktion Berlin Bike Booster ermöglicht es, das Swobbee Akkuwechsel-Netzwerk in der Hauptstadt kostenlos zu nutzen.

- Sonderveröffentlichung -

Interview mit Tobias Breyer, Mitgründer von Swobbee, über den privaten Zugang zur Berliner Akku-Wechselinfrastruktur im Rahmen der Berlin Bike Booster Kampagne.



emobilität.online: Vor rund zwei Monaten ist in Berlin die E-Bike-Kampagne „Berlin Bike Booster“ gestartet, im Rahmen eines geförderten EU-Innovationsprogramms. Worum geht es bei der Kampagne genau?

Tobias Breyer, Swobbee.
Tobias Breyer ist Mitgründer und Marketingchef von Swobbee. Copyright: Swobbee

Tobias Breyer: Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative von Swobbee und dem Berliner E-Bikehersteller Urban Drivestyle, die vom EU-Förderprogramm eCharge4Drivers unterstützt wird. Die Kampagne Berlin Bike Booster ermöglicht es 100 Personen in Berlin, ein stylishes E-Bike von Urban Drivestyle stark vergünstigt ohne Akku zu kaufen, den Akku gibt es von uns umsonst dazu. Die Voraussetzung ist, dass eine bestimmte Anzahl von Akku-Wechselvorgängen durchgeführt und begleitend ein Fragebogen ausgefüllt wird. Erstmals wird damit in Deutschland Battery-as-a-Service in der privaten Mobilität umgesetzt und die Swobbee-Stationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Insofern handelt es sich bei Berlin Bike Booster um ein wirklich zukunftsweisendes Pilotprojekt.

Für alle, die Swobbee noch nicht kennen: was macht Swobbee?

Swobbee ist ein Startup aus Berlin, das Battery-as-a-Service und Charging-as-a-Service für den gesamten Bereich der boomenden Mikromobilität anbietet. Swobbee hat die weltweit erste herstellerübergreifende Akku-Wechselstation mit multimodalem Ansatz für alle Arten von Elektrokleinfahrzeugen entwickelt, wie E-Kickscooter, E-Bikes, E-Motorroller, E-Lastenräder usw. An einer Swobbee-Station kann in wenigen Sekunden eine leere Batterie gegen eine volle getauscht werden. Bisher kamen unsere Wechselstationen nur in einem gewerblichen Rahmen zum Einsatz, zu unseren Kunden zählen bspw. Sharing-Anbieter sowie Logistik- und Transportunternehmen. Mit Berlin Bike Booster erproben wir, wie eine Öffnung der Stationen für Privatkunden funktioniert, wie das Nutzungsverhalten privater User aussieht und wo wie wir das Nutzungserlebnis verbessern können.

Kontingent noch nicht erschöpft

Kannst Du bereits eine erste Zwischenbilanz ziehen? Wird das Angebot angenommen?

Die Kampagne ist gut angelaufen, wir haben viel Interesse erfahren und positives Feedback erhalten. Auch der Blick auf unsere Daten zeigt, dass die Nutzung der App und der Stationen bisher gut funktioniert. Gleichzeitig ist es auch ein neues Konzept in der Mobilität, das noch mehr Bekanntheit und Akzeptanz braucht. Zum einen müssen wir besser darin werden, einer breiten Öffentlichkeit die Vorteile von Battery-as-a-Service-Anwendungen zu erklären, die bisher vor allem im B2B-Bereich angewendet werden – im Übrigen ein Beweis dafür, dass es ein ökonomisches und effizientes Konzept ist, sonst würde es sich in der Wirtschaft nicht durchsetzen. Zum anderen müssen die Menschen bereit sein für Neues. In Deutschland brauchen wir bei der Akzeptanz neuer Technologien häufig etwas länger als in anderen Ländern.

Inwieweit sind die Daten wichtig, die Ihr bei Berlin Bike Booster sammelt? Welchen Beitrag kann das Pilotprojekt zur Entwicklung von Battery-as-a-Service im Bereich privater Mobilität leisten?

Einen großen Beitrag. Es ist das erste Mal, dass Privatpersonen ein solches Angebot erhalten. Die Möglichkeiten, die sich für Hersteller, Händler und Kunden in Zukunft daraus ergeben, sind enorm. Elektrokleinfahrzeuge, wie E-Bikes, E-Roller usw. können mittels BaaS ohne Akku zu deutlich günstigeren Preisen angeboten werden, was der Elektromobilität einen weiteren Schub verleihen dürfte. Die Akkus werden nicht einfach gemietet, sondern es kann verschiedene Arten von Tarifen geben, je nachdem wie die individuelle Nutzung aussieht und wie häufig geladen und gewechselt werden muss. Das Laden ist in diesem Konzept komplett ausgelagert, man muss nicht mehr zuhause unter ungünstigen Bedingungen dafür sorgen, dass die Batterien wieder voll werden. Ich gehe davon aus, dass es die Zukunft sein wird, Batterien zu mieten bzw. bestimmte BaaS-Dienstleistungen zu abonnieren. Swobbee kann dabei als zentrale Ladeinfrastruktur fungieren, quasi als Tankstelle für die Mikromobilität. Die Daten aus dem Berlin Bike Booster-Projekt helfen uns dabei zu verstehen, wie Privatpersonen ihre E-Fahrzeuge nutzen, welche Ansprüche sie an die Lade- und Wechselinfrastruktur stellen und welche unterschiedlichen Nutzergruppen es gibt.



Vielen Dank für das Gespräch!

Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier: https://swobbee.de/bbb/

Mehr Informationen zum EU-Projekt eCharge4Drivers: https://echarge4drivers.eu/

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