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Iveco

Elektrischer Lieferverkehr weist bekanntermaßen einige Vorteile auf: Elektrotransporter punkten durch geringe Betriebskosten und leisten einen Beitrag zur Lärm- und Schadstoffreduzierung in urbanen Räumen. In der Regel stellt auch die nach wie vor begrenzte Reichweite für die durchschnittlichen Tagesstrecken kein Problem dar – anders verhält es sich jedoch mit den Anschaffungspreisen.

Dass Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit durchaus zu vereinen sind, sollen die Erkenntnisse aus dem Schaufensterprojekt "Urbaner Logistischer Wirtschaftsverkehr" des Fraunhofer IAO zeigen. Das 4-jährige Forschungsprojekt belegt, dass elektrische Lieferfahrzeuge mit herkömmlichen Fahrzeugen auch wirtschaftlich mithalten können.

Schwere Elektro-Lieferfahrzeuge sind noch nicht wirtschaftlich

 

In Kooperation mit den 3 großen Paketdienstleistern Deutsche Post DHL Group, DPD und UPS hat das Fraunhofer IAO in 3 Städten Baden-Württembergs untersucht, welche Potenziale sich aus einer Elektrifizierung des innerstädtischen Lieferverkehrs ergeben. Um die Elektrotransporter mit der konventionell betriebenen Konkurrenz vergleichen zu können, führten die Wissenschaftler zu Beginn eine umfangreiche Lebenszykluskosten-Analyse für alle eingesetzten Fahrzeugtypen mit Daten der Unternehmen durch.

Die Ergebnisse zeigten, dass die leichteren Elektrofahrzeuge schon heute mit den Diesel-Referenzfahrzeugen mithalten können - zumindest wenn entsprechende Großflotten-Rabatte korrigiert werden und die gesamte Nutzungsdauer betrachtet wird. Jedoch zeigte sich im Gegenzug auch, dass schwere Elektro-Nutzfahrzeuge noch weit davon entfernt sind, wirtschaftlich zu sein, so das Fraunhofer IAO. 

Innenstadtbelieferung ist ideales Anwendungsfeld für die Elektromobilität

 

Zudem ergaben die Analysen, dass die Verkehrsströme durch geeignete Nutzung sowie veränderte Fuhrparkzusammensetzung der 3 betrachteten Logistikunternehmen entzerrt werden können. Wenn die Zusteller die Elektro-Lieferwagen unter planbaren und wiederkehrenden Bedingungen einsetzen, sollen nach Angaben der Wissenschaftler nicht nur Emissionen reduziert werden können, sondern auch die operativen Kosten bei der Zustellung. 

Durch gezielte Anreizmaßnahmen und die geringeren Gesamtbetriebskosten des Fuhrparks sollen die bis zu dreimal höheren Anschaffungskosten für E-Lieferfahrzeuge kompensiert werden können. "Die Belieferung von Innenstädten stellt ein ideales Anwendungsfeld für Elektromobilität dar, das bestätigen die Ergebnisse. Jetzt ist es wichtig, weitergreifende elektromobile Zustellkonzepte zu entwickeln", so Projektleiter Steffen Raiber. Genau hier setzt das Anschlussprojekt "logSPAZE" an, das Anfang Juni in Stuttgart startet, um alternative Zustellkonzepte zu entwickeln. 

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