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Ein Brennstoffzellenauto wird betankt.
Baranekstuttgart | [CC BY 3.0] |  via Wikimedia Commons

Ein Brennstoffzellenauto wird betankt.

Angesichts endlicher fossiler Brennstoffe und des bedrohlichen Klimawandels ist die Entwicklung nachhaltiger, elektromobiler Antriebslösungen eine dringliche Aufgabe für die Zukunft. Darin sind sich die meisten Experten einig, aber welche Antriebslösung ist die umweltfreundlichste und effektivste? Die Antwort auf diese Frage ist noch nicht ausgemacht.

Einen Beitrag dazu will die aktuelle Studie der Stanford University und der TU München (TUM) leisten. Das Forschungsteam hat für die in der San Francisco Bay Area gelegene 8.000-Einwohner-Stadt Los Altos Hills unterschiedliche Entwicklungsszenarien für die Zeit bis 2035 verglichen und dabei den Gesamteinfluss auf den Energieverbrauch der Kommune erfasst.

Brennstoffzellentechnologie ist zu teuer

 

Das Ergebnis: Um den durch den Straßenverkehr verursachten CO2-Ausstoß zu reduzieren, scheinen batteriebetriebene Elektroautos sinnvoller als wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenautos. Der große Nachteil von Wasserstoff sei, dass er eine spezielle Infrastruktur erfordert. Daher seien Akkus die deutlich günstigere Lösung für eine künftige, umweltfreundliche Mobilität - zumindest im sonnigen Kalifornien.

Ein wesentlicher Nachteil der Brennstoffzellentechnologie sei, dass die dafür nötige Tankstellen-Infrastruktur ansonsten keinen wirklichen Mehrwert bringe, so die Forscher. Um diese Mehrkosten abzufedern, müssten die Brennstoffzellenfahrzeuge deutlich günstiger werden, was jedoch nicht zu erwarten sei, so der für BMW im Bereich Energiemanagement tätige TUM-Doktorand Markus Felgenhauer.

Schlechte Öko-Bilanz

 

Felgenhauer verweist auf ein anderes Problem: "Ein anderer vermeintlicher Vorteil von Wassersstoff - das Zwischenspeichern überschüssiger Solarenergie - hat sich in unserer Analyse auch nicht entwickelt." Bis 2035 würde Los Altos Hills der Studie zufolge nur sehr wenig der in Wasserstoff gespeicherten Energie für Heizung oder Beleuchtung nutzen. Aber genau das sollte ein Vorteil sein, der die Anschaffung von Elektrolyseuren zur Wasserstoffgewinnung mittels Solarenergie rechtfertigt. Ohne diese hätten Brennstoffzellen eine schlechte Öko-Bilanz. Denn die klassische Wasserstoffgewinnung erfolgt aus Erdgas und setzt CO2 frei. Der Einsatz von Akkus dagegen wird CO2-neutraler, sobald es die Netzstromgewinnung wird.

"Studien wie diese sind nötig, um die kostengünstigsten und effektivsten Wege zur tiefgreifenden Entkarbonisierung des globalen Energiesystems zu finden", erklärt die Leiterin des Stanford Global Climate and Energy Project, Sally Benson. "Was die Gesamtkosten betrifft, haben wir festgestellt, dass akkubetriebene Elektrofahrzeuge besser für die Emissionsreduktion sind als Brennstoffzellen-Fahrzeuge", so Felgenhauer.

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