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Der Weihnachtsmann könnte künftig statt Rentiere autonome Transportroboter einsetzen.
ZF Friedrichshafen

Der Weihnachtsmann könnte künftig statt Rentiere autonome Transportroboter einsetzen.

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML hat im Auftrag von ZF Friedrichshafen und dem ETM-Verlag eine Zukunftsstudie zur sog. letzten Meile in der Logistik verfasst. Dabei zeigen sich die Studienautoren überzeugt, dass fahrende Zustellroboter in wenigen Jahren sowohl in Metropolen als auch in ländlichen Regionen zum Alltag gehören werden – während Auslieferungsdrohnen eher ein Nischendasein beschieden sein wird.

In einem 360-Grad-Ansatz hat das Franhofer IML Erwartungen der Endkunden, gesetzliche und räumliche Rahmenbedingungen sowie technische Trends und deren Auswirkungen untersucht. Der zunehmende Onlinehandel mit frischen Produkten, aber auch die steigenden Erwartungen seitens der Kunden mache die Lieferung am selben Tag („same day delivery“) oder gar zur selben Stunde („same hour delivery“) zu einem immer wichtigeren Thema für Händler und Logistiker. Daher müsse sich die Logistik auf der letzten Meile v.a. in dichtbesiedelten Zentren verkürzen und intelligenter werden. 

Neue Logistikkonzepte müssen her

 

Kürzere Logistikwege bedeuten Distributionszentren, die näher zu den Kunden rücken und dezentraler organisiert sein müssen. Auf dem Land und in der mittelgroßen Stadt, wo Kunden die selbe Erwartungshaltung hegen, sehen sich Logistiker aufgrund der geringeren Besiedelungsdichte einem enormen Kostendruck ausgesetzt. Zeitkritische Dienstleistungen könnten hier mit den aktuellen technologischen Lösungen nicht in gleicher Weise angeboten werden.

Aber es sind nicht nur die steigenden Ansprüche der Konsumenten, die ursächlich sind für den wachsenden Kosten- und Innovationsdruck, dem sich die Transportlogistik ausgesetzt sieht. Nach Ansicht von Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen vom Fraunhofer-Institut sind es auch die räumlichen und politischen Umfeldbedingungen, die den Belieferungsverkehr einschränken. Clausen hält daher ein effizientes und sauberes Logistikkonzept für Städte und Großstädte für erforderlich.

Prognose für 2030: Bis zu 400 Millionen Zustellungen jährlich durch Transportroboter in Deutschland

 

Nach Ansicht der Studienautoren sind es neue Technologien, die innovative Transportformen ermöglichen oder Transporte sogar überflüssig machen. Neben 3D-Druckern, die viele Güter vor Ort herstellen und so zeitkritische Transportwege vermeiden könnten, wird v.a. dem autonomen Fahren eine wichtige Rolle zugeschrieben. Mit bis zu 400 Millionen Paketzustellungen durch bodengebundene Transportroboter rechnen die Forscher deutschlandweit bis 2030. Transportdrohnen dagegen werden sich den Studienautoren zufolge aufgrund von Sicherheitsrisiken kaum in breiterem Maßstab durchsetzen.

Während in den Metropolen elektrische Antriebe saubere und leise Transporte auf der letzten Meile auch in den Nachtstunden ermöglichen, sehen die Forscher in weniger dicht besiedelten Regionen aus Gründen der Reichweite und Wirtschaftlichkeit in der nahen Zukunft auch weiterhin Verbrennungsmotoren im Einsatz. 

Hier können Sie die vollständige "ZF-Zukunftsstudie 2016 – Die letzte Meile" einsehen und herunterladen.

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