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Forschende am HIU montieren Magnesiumbatterien unter Argon-Schutzgas.
Laila Tkotz/KIT

Forschende am HIU montieren Magnesiumbatterien unter Argon-Schutzgas.

Günstiger, leistungsfähiger und sicherer als herkömmliche Lithium-Ionen Batterien: Das erhoffen sich Forscher von neuartigen Magnesium Batterien. Um die Entwicklung dieser Batterien voranzutreiben, hat die EU dass Forschungsprojekt E-Magic aus der Taufe gehoben. Beteiligt sind neben dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) neun weitere internationale Wissenschaftsinstitutionen.

Lithium-Ionen Batterien stecken heute in jedem Elektroauto oder Smartphone. Dabei hätten Magnesiumbatterien entscheidende Vorzüge. So ermögliche Magnesium eine höhere Sicherheit und Energiedichte. „Magnesium ist ein vielversprechendes Material und einer der wichtigsten Kandidaten unserer Post-Lithium-Strategie“, so Professor Maximilian Fichtner, stellvertretender Leiter des Helmholtz-Instituts Ulm (HIU), einem Batterieforschungszentrum des KIT und der Universität Ulm.

„Eine breite Verfügbarkeit von Magnesiumbatterien könnte die Elektrifizierung von Mobilität und den Ausbau dezentraler Heimspeicher entscheidend voranbringen“, so Fichtner.

Die neuartigen Magnesium-Batterien sollen nun im Forschungsprojekt E-Magic entwickelt werden. Gefördert wird das Projekt von der EU mit über 6,7 Millionen Euro im Rahmen des „Horizon“ Programms. Ein Schwerpunkt der Forschung ist die Verlängerung der Lebensdauer der Magnesium-Batterie. Beteiligt sind neben dem HIU und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Wissenschaftsinstitutionen aus Israel, Frankreich, Dänemark und Großbritannien. Die Koordination liegt bei der spanischen Fundación Cidetec.

Batterieproduktion in Europa

Der Einstieg in die Magnesiumtechnologie soll Batterien nicht nur sicherer und leistungsfähiger machen. Er könnte auch dazu beitragen, die Abhängigkeit vom Rohstoff Lithium zu verringern, stellen die Forscher in Aussicht. Magnesium sei auf der Erde etwa 3000 Mal häufiger zu finden als Lithium und lasse sich zudem einfacher recyceln, erklärte das HIU.

Damit könnten die Magnesium-Batterien deutlich günstiger sein als Lithium-Ionen-Akkus. Bislang machen die Batteriekosten den Löwenanteil beim Preis eines Elektroautos aus. Zugleich sei die neue Technologie eine Chance, eine konkurrenzfähige Batteriefertigung in Europa zu etablieren, mit der die Dominanz der asiatischen Batteriezellhersteller verringert werden könnte.

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