Bewertung: 0 / 5

 
Professor Stefano Passerini und seine Mitarbeiterin Hyein Moon setzen an einer Handschuhbox eine Natrium-Ionen-Batterie zusammen.
Amadeus Bramsiepe, KIT

Professor Stefano Passerini und seine Mitarbeiterin Hyein Moon setzen an einer Handschuhbox eine Natrium-Ionen-Batterie zusammen.

Im Projekt TRANSITION arbeiten Forscherinnen und Forscher des vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegründeten Helmholtz-Instituts Ulm (HIU) zusammen mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) an neuartigen Natrium-Ionen-Batterien.

Natrium-Ionen-Batterien der nächsten Generation können nach Angaben der Wissenschaftler eine hochleistungsfähige Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien darstellen. Derzeit entwickeln die Forscher dafür passende Aktivmaterialien und Elektrolyte. Das Projekt TRANSITION soll einen wesentlichen Beitrag zu einem nachhaltigeren Energiespeichermarkt in Deutschland leisten und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über 3 Jahre mit 1,15 Millionen Euro gefördert.

Natrium-Ionen-Batterien für den zukünftigen Einsatz in der Elektromobilität und stationären Energiespeicherung

Lithium-Ionen-Batterien seien zwar leicht, kompakt und böten eine hervorragende Energie- und Leistungsdichte, allerdings müssten nun Alternativen gefunden werden, erklärt Professor Stefano Passerini, Direktor des HIU:

„Angesichts der zunehmend steigenden Nachfrage nach Lithium und den in der Lithium-Technologie eingesetzten Rohstoffen wie Kobalt werden jedoch Bedenken hinsichtlich der zukünftigen und langfristigen Verfügbarkeit der kritischen Rohstoffe und der Kosten laut. In diesem Szenario stellen Natrium-Ionen-Batterien eine alternative, kostengünstige und umweltfreundlichere Energiespeichertechnologie dar.“

Konkret konzentriert sich TRANSITION auf die Entwicklung leistungsfähiger, flüssiger und polymerer Natrium-Ionen-Batterien, die Übergangsmetallschichtoxide auf der Kathodenseite und Hartkohlenstoff aus Biomasse auf der Anodenseite verwenden. Während das Team der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Forschungsaktivitäten koordiniert und das ZSW-Team die Entwicklung kobaltfreier Kathoden vorantreibt, will das HIU-Team einen innovativen, auf Biomasse basierenden Hartkohlenstoff in Kombination mit wässrigen Bindemitteln und Aluminium als Stromabnehmer entwickeln.

„Dies ist das erste vom BMBF geförderte deutsche Konsortium, das an der Entwicklung hochskalierter Natrium-Ionen-Batterien arbeitet und ein breites Spektrum an Herausforderungen von der Materialentwicklung bis zur Herstellung von Prototypenzellen abdeckt. Die Entwicklung von hochskalierten Prototypen der Natrium-Ionen-Batterien und das Erreichen der gewünschten Ziele stellen eine große Herausforderung dar, die sich nur in einem Netzwerk mit den komplementären Kompetenzen der Partner bewältigen lässt“, so Passerini.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Forscher entwickeln nachhaltige Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien
04.02.2016 - 10:47

Forscher des Ulmer Helmholtz-Instituts haben jüngst die Entwicklung einer neuartigen Natrium-Ionen Batterie vorgestellt. Natrium-Ionen Batterien gelten als aussichtsreiche Speichertechnologie, da sie nicht nur deutlich leistungsstärker als Nickel-Metallhydrid- oder Bleisäure-Akkus sind, sondern auch als kostengünstige Alternative zur Lithium-Ionen Technologie gelten. Dem Team um Forschungsgruppenleiter Professor Dr. Stefano Passerini und Dr. Daniel Buchholz ist nun ein bedeutender Schritt in der Entwicklung von Aktivmaterialien für Natrium-basierte Energiespeichersysteme gelungen.

ees Europe 2018: die Zukunft der Batterieproduktion im Blick
24.01.2018 - 08:53

Auf der ees Europe, der größten Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme in Europa, die vom 20. bis 22. Juni 2018 im Rahmen der The smarter E auf der Messe München stattfindet, spielen die neuesten Entwicklungen in der Batterieproduktion eine zentrale Rolle. Denn neue Techniken in der Batterieherstellung und der Aufbau von Assembling-Fabriken bilden die Basis für die Massen- und Serienfertigung von Batterien und somit für den Durchbruch der Elektromobilität.

Magnesium-Batterien: Forschen am Energiespeicher der Zukunft
07.01.2019 - 12:16

Günstiger, leistungsfähiger und sicherer als herkömmliche Lithium-Ionen Batterien: Das erhoffen sich Forscher von neuartigen Magnesium Batterien. Um die Entwicklung dieser Batterien voranzutreiben, hat die EU dass Forschungsprojekt E-Magic aus der Taufe gehoben. Beteiligt sind neben dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) neun weitere internationale Wissenschaftsinstitutionen.

Relevante Anbieter

Premiumanbieter der Woche

2019 04 16 wirelane Logo

Ladestation gesucht?

Sie sind als Unternehmen oder Kommune auf der Suche nach Angeboten für Ladeinfrastruktur? Jetzt hier schnell und einfach Anfrage stellen:

Angebot anfordern!

Jetzt auf Cargo-Bikes umsteigen!

Kostenfreie Telefonberatung für Ihre individuelle Lastenrad-Lösung.

Termin vereinbaren!

Newsletter

Sie wollen nichts mehr verpassen?
Hier unsere Newsletter abonnieren und Sie sind immer rundum informiert!

Datenschutz