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Blick in eine Rolle-zu-Rolle-Anlage, wie sie für die Produktion von Membranen für Brennstoffzellen zum Einsatz kommt.
Fraunhofer ISE / Photo: Thomas Klink

Blick in eine Rolle-zu-Rolle-Anlage, wie sie für die Produktion von Membranen für Brennstoffzellen zum Einsatz kommt.

In Ulm soll eine Fabrik für Brennstoffzellentechnologie entstehen. Baden-Württembergs Umweltministerium fördert das Projekt mit knapp 7,9 Millionen Euro. Auch Bund und Industrie wollen sich an dem Projekt beteiligen.

„HyFab-Baden-Württemberg", so heißt die geplante Forschungsfabrik für Brennstoffzellen und Wasserstoff, für die es vor Weihnachten einen Förderbescheid des Landes gab. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) soll davon 4,9 Millionen Euro bekommen. Die restlichen 3 Millionen Euro gehen an das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE).

„Die Mobilität von morgen muss klimaneutral und möglichst emissionsfrei sein“, sagte Umweltminister Frank Untersteller in Stuttgart. „Um die Verkehrswende ernsthaft und wirksam angehen zu können, brauchen wir Mut und dürfen nicht ausschließlich auf batterieelektrische Fahrzeuge setzen. Wir wollen mit dem Forschungsprojekt Brennstoffzellenprodukte serientauglich und damit günstiger machen. Und so bundesweit Vorreiter werden.“ Der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, führte der Minister weiter aus, „wird insbesondere bei Zügen, Bussen, Transportern und im LKW-Verkehr eine tragende Rolle zukommen.“

Um die Forschungsfabrik HyFab in Ulm verwirklichen zu können, ist nach Angaben des Umweltministeriums ein Investitionsvolumen von etwa 74 Millionen Euro nötig. Im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg werde die Landesregierung bis zu 18,5 Millionen Euro bereitstellen. Außerdem soll die Industrie mit etwa 20 Millionen Euro einsteigen, auch der Bund will sich an der Anteilsfinanzierung beteiligen.

"Wasserstoffstandort Nummer Eins"

Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Zuliefererindustrie zu stärken. Alle beteiligten Akteure streben eine offene, flexible Plattform an, in der schnelle, automatisierte Fertigungs- und Qualitätssicherungsverfahren für sogenannte Brennstoffzellenstapel entwickelt und erprobt werden können.

In der Industrialisierung der Brennstoffzellenfertigung stecke ein enormes Potenzial, hob Umweltminister Franz Untersteller hervor. Das Land könne damit nicht nur viele schädliche Treibhausgase einsparen, sondern sich auch als innovativer Wirtschaftsstandort profilieren. „Mit Wasserstoff als Energieträger lassen sich nicht nur die Fahrzeuge schneller auftanken, sondern auch noch höhere Reichweiten erzielen.“

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