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Projekt „Urcharge“: Jeder der 51 Teilnehmer erhält für die fünf Monate Projektlaufzeit eine Stromladestation, die in einer Ladelösung integriert ist und ein Elektroauto – einen Nissan Leaf oder einen Renault Zoe.
Linz AG/fotokerschi

Projekt „Urcharge“: Jeder der 51 Teilnehmer erhält für die fünf Monate Projektlaufzeit eine Stromladestation, die in einer Ladelösung integriert ist und ein Elektroauto – einen Nissan Leaf oder einen Renault Zoe.

In Österreich beginnt heute ein großer Praxistest zum urbanen Elektroauto-Laden. Bei dem „Urcharge“ genannten Projekt in Linz nutzen die Hälfte der Bewohner einer Siedlung in Kleinmünchen fünf Monate lang Elektroautos. Das Projektteam erhofft sich dadurch Erkenntnisse zum Ladeverhalten und den Auswirkungen auf das Stromnetz.

Die Parkplätze der 51 Wohneinheiten, die vorübergehend ein Elektroauto nutzen, sind auf zwei Tiefgaragen aufgeteilt und wurden für das Projekt mit 11-kW-Wallboxen ausgestattet. Das Projekt wird von einem breiten Team durchgeführt, vom Autohaus Sonnleitner, das die Renault Zoe und Nissan Leaf günstig bereitstellt, über den Ladelösungsanbieter Keba und einer Linzer Wohnungsgenossenschaft bis hin zur Technischen Universität Wien, um nur einige zu nennen.

Privates, urbanes Laden erforschen

Das Urcharge-Projekt soll aufzeigen, welche Lade-Infrastruktur eine Stadt wie Linz benötigt und wie das Stromnetz auf die Mehrbelastung durch die Elektroautos reagiert. Es wird festgestellt, zu welchen Uhrzeiten die Bewohner ihr E-Auto laden und was es dabei für Muster gibt. Zum Einsatz kommt dabei auch eine intelligente Lastmanagementlösung des Ladeanbieters Keba, welche die notwendige Energie zur richtigen Zeit netzschonend zur Verfügung stellen soll.

Jasmine Ramsebner, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektmanagerin der Technischen Universität Wien mit dem Projekt betraut ist, erklärt: „Als Projektleiter und Forschungspartner schätzen wir das ‚Urcharge‘-Projekt aufgrund seiner Ganzheitlichkeit, die im Bereich der Ladeinfrastruktur für den großen Wohnbau im urbanen Gebiet einzigartig ist. Eine Demonstrationsphase von fast einem halben Jahr mit 51 Teilnehmern ist außerordentlich wertvoll bezüglich des realen Ladeverhaltens und für die Verifizierung unserer Forschungsergebnisse im Modell. Diese Erkenntnisse fließen in ein Konzept zum privaten, urbanen Laden, um Komfort, Leistbarkeit und dadurch Akzeptanz der E-Mobilität voranzutreiben und Zero Emission Mobility im Individualverkehr zu erreichen.“

Der Strom an der eigenen Wallbox in der Tiefgarage ist für die am Projekt Teilnehmenden in den fünf Monaten kostenlos; nach dem Projekt können sie ihre Elektroautos zum Restwert übernehmen.

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