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E-Auto als Teil der Energiewende: Audi und Hager erforschen das bidirektionale Laden zu Hause (V2H).
Hager Group

E-Auto als Teil der Energiewende: Audi und Hager erforschen das bidirektionale Laden zu Hause (V2H).

Audi will bis 2025 mit rund 20 vollelektrischen Modellen auf dem Markt sein und darüber hinaus ein breites E-Mobilitätsangebot entwickeln. Dafür forscht Audi gemeinsam mit der Hager Group an bidirektionaler Ladetechnik: Das Elektroauto soll in das häusliche Stromnetz integriert werden und überschüssigen (Öko-)Strom zwischenspeichern.

Im ersten Halbjahr 2020 haben Erneuerbare Energien erstmals über die Hälfte zum deutschen Strommix beigetragen. An besonders sonnigen oder windigen Tagen fehlen derzeit noch Kapazitäten, um die durch Wind- und Sonnenkraft erzeugte Energie zu speichern, so Audi. Hier setzt das Forschungsprojekt zum bidirektionalen Laden der Elektroautos an: immer mehr Elektroautos auf den Straßen heißt auch, dass mit ihren Batterien immer mehr Speicherkapazität zur Verfügung steht, die man zur Zwischenspeicherung des Ökostroms nutzen könnte.

„Durch die Elektromobilität rücken Automobilindustrie und Energiewirtschaft enger zusammen. Die Batterie eines Audi e-tron könnte ein Einfamilienhaus rund eine Woche autark mit Energie versorgen. Perspektivisch möchten wir dieses Potenzial nutzbar und das E-Auto als Stromspeicher auf vier Rädern zum Teil der Energiewende machen“, erklärt Martin Dehm, technischer Projektleiter für bidirektionales Laden bei Audi.

Vehicle to Home und Photovoltaik

Insbesondere im Zusammenspiel mit einer Photovoltaikanlage soll das bidirektionale Laden laut Audi Vorteile bieten. Die Elektroauto-Batterie kann über die Wallbox zu Hause geladen werden. Sie kann aber auch, als dezentrales Speichermedium, den mit einer Photovoltaikanlage eigen erzeugten Ökostrom speichern – und wenn die Sonne nicht mehr scheint, wieder ans Haus abgeben. Dies wird Vehicle to Home (V2H) genannt. V2H soll Stromkosten sparen, die Netzstabilität erhöhen – und das E-Auto kann sogar bei Stromausfall das Haus versorgen.

Für das Forschungsprojekt kam laut Audi ein e-tron mit seriennaher Ladetechnologie zum Einsatz, mit einer 12 kW-DC-Wallbox und einem Heimspeicher mit 9 kWh Kapazität, für zusätzliche Flexibilität. Die Verbindung zwischen der PV-Anlage und dem e-tron kam dank der DC-Spannungsebene im Gesamtverbund ohne Wechselrichter aus.

Das bidirektionale Laden soll die Mobilität nicht behindern erklärt Dehm: „Die Erhaltung der Mobilität steht für uns im Mittelpunkt. Um das bidirektionale Laden alltagstauglich zu gestalten, muss sich der Kunde daher nicht einschränken. Das intelligente Lademanagement steuert die optimale Nutzung der Batterie und maximiert damit die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems. Für den Kunden ist die Bedienung denkbar einfach – Auto anstecken und der Rest passiert automatisch“, erläutert der Projektleiter.

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