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Bis Mai wird der Batteriezug in Baden-Württemberg und in Bayern getestet.
Alstom

Bis Mai wird der Batteriezug in Baden-Württemberg und in Bayern getestet.

Die Deutsche Bahn und Alstom beginnen heute mit dem Probebetrieb des ersten voll zugelassenen Batteriezugs von Alstom im Personenverkehr in Baden-Württemberg. Ab 5. Februar wird die sogenannte Battery Electric Multiple Unit (BEMU) auch in Bayern im Fahrgastbetrieb eingesetzt. Der Testlauf ist bis Anfang Mai angesetzt.

Alternative zur Diesellok

Insgesamt 450 Linien im deutschen Schienennetz sind nicht elektrifiziert und werden bislang ausschließlich mit Dieselzügen befahren. Die Batteriezüge werden als umweltfreundliche Nachfolger des Selbstzünders auf kürzeren Strecken ohne Oberleitung gehandelt. Der knapp viermonatige Test soll Daten aus der Praxis-Erfahrungen liefern, um die Technologie im Betrieb und in der Wartung beherrschbar zu machen. Alstom entwickelt seit 2016 den Batterie-elektrischen Zug zusammen mit der TU Berlin und mit Unterstützung der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) sowie einer Förderung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr. 

„Wir brauchen diese Zukunftstechnologie auf der Schiene. Alternative Antriebstechniken im Bahnverkehr sind wichtig für die Verkehrswende hin zu einer klimaschonenden Mobilität. Auf Strecken, wo der Bau einer Oberleitung schwierig und damit zu teuer ist oder erst in Zukunft realisiert werden kann, werden nach und nach Batterie- oder Wasserstoffzüge zum Einsatz kommen und den bisherigen Dieselbetrieb ersetzen“, sagte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann.

Laden an Bahnhöfen und auf der Strecke

Werktags wird der Zug in Baden-Württemberg auf der Strecke Stuttgart - Horb fahren. Samstags und sonntags wird die Linie Pleinfeld - Gunzenhausen im Fränkischen Seenland bedient. So werde einerseits eine möglichst hohe Laufleistung des Zuges ermöglicht und andererseits könnten verschiedene Streckenprofile sowie unterschiedliche Batterieaufladeszenarien getestet werden. Während in Baden-Württemberg die Aufladung während der laufenden Fahrt erfolgt, kann in Bayern nur an den elektrifizierten Ziel- und Startbahnhöfen aufgeladen werden, da die Strecke dazwischen nicht elektrifiziert ist. Neben der DB als Betreiber sind die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) an dem Projekt beteiligt.

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