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Das Studententeam der Hochschule Bochum mit Dr. Reinhold Achatz und Dr. Peter Biele von ThyssenKrupp vor ihrem Solarcar
ThyssenKrupp Steel Europe

Das Studententeam der Hochschule Bochum mit Dr. Reinhold Achatz und Dr. Peter Biele von ThyssenKrupp vor ihrem Solarcar

Monatelang haben Studierende der Hochschule Bochum an Ihrem Fahrzeug entwickelt, geschraubt und lackiert. Jetzt konnte endlich das Ergebnis in Bochum erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der „PowerCore SunCruiser“ – ein solarbetriebenes High-Tech Auto neuester Generation. Die Besonderheit: Der Motor ist aus sogenanntem Elektroband von ThyssenKrupp Steel Europe und der Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Electrical Steel hergestellt worden und hat so ein Herz aus Stahl. Elektroband bezeichnet einen speziellen weichmagnetischen Stahl, der vor allem in Motoren zur effizienten Energieübertragung eingesetzt wird.

ThyssenKrupp ist einer der weltweit führenden Hersteller dieses Werkstoffs für hocheffiziente Elektromotoren. Der Radnabenmotor des SolarCar ist in die beiden Vorderräder eingebaut und überträgt die Energie direkt auf die Reifen. Große Übertragungsverluste fallen dabei weg. „Dass wir hier überhaupt Elektroband einsetzen, ist revolutionär“, weiß Stefan Spychalski, der das SolarCar-Projekt an der Bochumer Hochschule seit gut zehn Jahren begleitet. „Bisher haben wir im Antrieb kein Elektroband eingesetzt. Will man aber eine höhere Leistung erzielen, ist dies notwendig.“ erklärt Spychalski weiter. Der weichmagnetische Werkstoff hält den Strombedarf niedrig und sorgt dafür, dass der magnetische Fluss gezielt vonstatten geht– so werden eine hohe Leistungsdichte und höchstmögliches Drehmoment im Motor erreicht.

 

Intensive Entwicklungs- und Zusammenarbeit

 

„Wir waren von dem Projekt und dem Engagement der Studierenden sofort begeistert“, so Marco Tietz, von ThyssenKrupp Steel Europe am Standort Bochum. „Uns war klar: Diesen Motor wollen wir mitentwickeln.“ So floss in den PowerCore SunCruiser gleich doppelte Expertise ein: Das rund 40-köpfige Studententeam simulierte zunächst am hauseigenen Prüfstand, wie das Herzstück des Autos auszusehen hat – mit immerhin Know-how aus den vergangenen fünf SolarCar-Generationen. Der Stahl für den Motor wurde von ThyssenKrupp maßgeschneidert angefertigt: „Wir haben die Dicke unseres Elektrobands mit 0,30 Millimetern speziell angepasst. Auch die Legierung des Werkstoffs und den Glühprozess bei der Herstellung haben wir verändert“, so Tietz. Die Erkenntnisse des Projektes sollen bei ThyssenKrupp direkt in den Produktionsprozess einfließen.„Das Projekt soll einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Elektroband für die zielgenaue Anwendung in Fahrzeugen leisten – unter Berücksichtigung des jeweiligen Einsatzortes und Maschinendesigns bei unterschiedlichen Fahrzyklen“, erklärt Tietz. „Die Forschungsergebnisse rund um das Solarmobil können wir ideal nutzen, um uns im Bereich Elektromobilität noch besser aufzustellen.“

 

geplante Bewährungsprobe in Australien

 

Seine Funktionstüchtigkeit muss der „SunCruiser“ im Oktober bei der Weltmeisterschaft der Solarmobile 3.000 Kilometer vom australischen Darwin nach Adelaide unter Beweis stellen (www.worldsolarchallenge.org). In den Vorjahren hatte das deutsche Team, das gegen neun internationale Mannschaften an den Start geht, bei der Australien-Rallye immer gute Ergebnisse erreicht und will auch dieses Jahr mit seiner Neuentwicklung Auszeichnungen gewinnen.

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