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Ein intelligenter Zähler
EVB Energie AG | [CC BY-SA 3.0] |  via Wikimedia

Ein intelligenter Zähler

Die Elektromobilität wird künftig u.a. auch den Strombedarf und -verbrauch der Menschen verändern – in Teilen tut sie das schon heute. In diesem Zusammenhang werden auch neue Verfahren diskutiert, die Einsparpotenziale besser abbilden und dadurch die Verbraucher, aber auch die Versorger zu entsprechenden Verhaltensänderungen bewegen können. Als innovative Methode gilt das sogenannte Smart Metering. Dabei handelt es sich um intelligente, mikroprozessorgesteuerte Stromzähler, die Daten über den Energieverbrauch und die Nutzungszeit erheben und den Kunden (und u.U. auch dem Energieversorger) zur Verfügung stellen. Dadurch kann es u.a. für die Kunden möglich sein, günstigere, tageszeitabhängige Energietarife (sofern sie angeboten werden) zu wählen. Gleichzeitig ermöglicht dies dem Energieversorger, die Kraftwerkinfrastruktur zu optimieren und Investitionen besser zu planen.

Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) hat in einem dreieinhalb-jährigen Pilotprojekt mit rund 1.000 intelligenten Stromzählern den Nutzen und die Stromspareffekte für die Kunden untersucht. Das Ergebnis: Smart Metering hat dem Großteil der beteiligten Kunden kaum nennenswerte Vorteile eingebracht, die im Verhältnis zu den Investitions- und Installationskosten sowie den Betriebs- und Unterhaltskosten stehen. Die wenigsten Kunden seien heute zudem bereit, die Mehrkosten für einen intelligenten Zähler zu tragen, betont CKW.

 

Ein intelligenter Zähler allein spart noch keinen Strom

 

Knapp ein Drittel der Testhaushalte sei hochmotiviert gewesen und wollte das Smart Metering aus eigenem Antrieb testen. Die restlichen Stromzähler wurden bei Kunden installiert, die sich ohne größeres Interesse quasi haben breitschlagen lassen. Folgendes wurde deutlich: Um wirklich nennenswerte Einsparungen zu erzielen, sei eine hohe Bereitschaft seitens der Kunden erforderlich, sich mit dem Thema Energieeffizienz auseinanderzusetzen. So sei der Nutzen der Smart Meter gekoppelt mit dem Willen, das eigene Verbrauchsverhalten nachhaltig zu verändern. Nur wenn dies gegeben sei, könne ein Smart Meter "vereinzelt" Sinn ergeben (bei der kleinen "motivierten" Kundengruppe waren Einsparungen bis maximal 3 Prozent zu beobachten).

Ein weiteres Problem, das durch die Studie offenkundig wurde: Selbst bei den motivierten Endverbrauchern habe sich mit der Zeit eine sinkende "Stromspareuphorie" beobachten lassen. So habe die Nutzung des Visualisierungstool, mit dem die Kunden ihren Stromverbrauch analysieren konnten, mit der Zeit um rund 50 Prozent abgenommen. Wer dachte, alleine durch den Einbau moderner Analysewerkzeuge schon ein Einsparpotenzial zu realisieren, dürfte durch die Ergebnisse dieser Studie enttäuscht werden.

 

Quelle: pressebox.de

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