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Kosten- und Erlösbetrachtung ohne Kapitalkosten bei gleichbleibenden Preisniveau für fossile Brennstoffe
Fraunhofer IWES

Kosten- und Erlösbetrachtung ohne Kapitalkosten bei gleichbleibenden Preisniveau für fossile Brennstoffe

Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel hat mit "Geschäftsmodell Energiewende" eine neue Studie vorgestellt, die sich mit den ökonomischen Aspekten der Energiewende beschäftigt hat. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Im Gegensatz zu den noch immer verbreiteten skeptischen Stimmen sehen die Wissenschaftler vom Fraunhofer IWES Investitionen in die Energiewende als durchaus rentabel an. Der IWES-Institutsleiter Prof. Clemens Hoffmann erklärt: „Unsere umfangreichen Berechnungen belegen, dass die Energiewende auch unter sehr konservativen Annahmen, insbesondere für institutionelle Anleger ein hochattraktives Geschäft ist.“

Nach seiner Ansicht sei das Kostenargument für klimapolitische Entscheidendungen nicht mehr zielführend. Sogar die ambitionierte Vision einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien sei wirtschaftlich darstellbar. Doch wie sieht das nun praktisch aus? Die Studie bringt die kostenintensiven neuen Technologien in einen Zusammenhang mit den hohen Betriebskosten im Bereich der fossilen Brennstoffe – laut IWES kosten die fossilen Energien Deutschland jährlich 83 Milliarden Euro! Der Rückbau der konventionellen Energieerzeugungs- und -versorgungsstruktur bringe erhebliche Einsparungen. Nach Ansicht der Experten können die Investitionen in die Infrastruktur der erneuerbaren Energien so gesteuert werden, dass die Kosten für die fossile Primärenergie innerhalb von 40 Jahren praktisch auf Null abgesenkt werden können. Schon nach 15 bis 20 Jahren könnten den Berechnungen zufolge die Gesamtkosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien und für die Beschaffung fossiler Energie die aktuellen Primärenergiekosten unterschreiten. Bis dahin müssten rund 300-380 Milliarden Euro vorfinanziert werden, die in den folgenden Jahrzehnten getilgt werden könnten. "Eine Anlage, deren Rendite von der Leistungsfähigkeit der deutschen Industriegesellschaft abgesichert wird, gehört für potenzielle Kapitalgeber zu den attraktivsten Anlagen überhaupt“, ist sich IWES-Chef Hoffmann sicher.

 

Potenziale der Elektromobilität ausschöpfen

 

Es sei wichtig, alle Energiesektoren in den Blick zu rücken und Kosten-Nutzen-Diskussionen nicht zu stark auf den Stromsektor zu beschränken – gerade die Bereiche Wärme und Verkehr sowie Energieeffizienz seien hoch relevant. Zu den erforderlichen Zukunftsmaßnahmen gehört es nach Überzeugung der Forscher auch, die Potenziale der Elektromobilität voll auszuschöpfen. Im Verkehrssektor sei dabei nicht nur der Personenverkehr relevant, sondern auch der Schwerlastverkehr, der in Teilen bspw. durch Oberleitungs-LKWs übernommen werden könnte. Die komplette Studie im PDF-Format finden Sie hier.

 

Quelle: idw-online.de

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