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Ritsaart van Montfrans (The New Motion, links) und Staatssekretär Christian Gaebler (rechts) an der ersten Ladesäule nach dem Berliner Modell
The New Motion

Ritsaart van Montfrans (The New Motion, links) und Staatssekretär Christian Gaebler (rechts) an der ersten Ladesäule nach dem Berliner Modell

Gestern wurde in der Hauptstadt die erste Ladestation nach dem sog. "Berliner Modell" in Betrieb genommen, die einen barrierefreien Zugang für die meisten Elektrofahrzeuge bereitstellt. Dieses neue Stromtankstellen-Konzept soll der künftige Standard werden: Ab Juli 2016 müssen in Berlin alle öffentlichen Ladestationen den neuen Kriterien entsprechen.

Unabhängig vom Ladeinfrastruktur-Betreiber soll es im "Berliner Modell" eine einheitliche Ladekarte für Elektrofahrzeuge geben, die damit die in einheitlichem und somit wiedererkennbarem Design gehaltenen Ladesäulen anfahren können. Anmeldung und Nutzung sollen ebenfalls vereinheitlicht werden. Über eine von der Verkehrsinformationszentrale Berlin betriebene Informationsplattform, die auch die Authentifizierung vornimmt, sollen anbieterneutral alle Standort- und Technikinformationen der Stromtankstellen gebündelt und Echtzeit-Informationen über deren Verfügbarkeit bereit gestellt werden.

400 "Berliner Modell"-Ladestationen bis Mitte 2016

 

Bis Mitte 2016 sollen 400 öffentliche Wechselstrom-Ladepunkte an vom Land Berlin vorgegebenen Standorten errichtet werden, die dem Berliner Modell entsprechen. Eine anschließende Ausbauphase, deren Ausgestaltung sich am nachgewiesenen Bedarf orientieren soll, ist in Planung.

"In Berlin ist es uns gelungen, die Informationsangebote zu vereinheitlichen und die Unterschiede bei der Anmeldung an den Ladesäulen zu beseitigen. Erstmals in Deutschland wird eine Ladeinfrastruktur mit einfach zu bedienender Benutzeroberfläche realisiert“, so Christian Gaebler, Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, der auch auf einen weiteren Aspekt aufmerksam macht:

"Ich freue mich, dass die Betreiber als Stromlieferant die Naturstrom AG gewählt haben, denn damit fahren die Elektroautos in Berlin zukünftig mit sauberem Strom. Jeder Ladevorgang unterstützt außerdem den Ausbau der Erneuerbaren Energien." Im Berliner Modell wurde vertraglich festgelegt, dass der Ladestrom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen stammen darf, die im Herkunftsnachweisregister erfasst sind.

Niederländisches Bieterkonsortium erhielt Zuschlag für Ladeinfrastruktur-Aufbau

 

Betrieben werden die neuen Ladesäulen von der Allego GmbH, einem Tochterunternehmen der holländischen Alliander-Gruppe, die gemeinsam mit The New Motion Deutschland GmbH, die verantwortlich für die Ladekarte und Abrechnung ist, im Vergabeverfahren nach der Ausschreibung den Zuschlag erhalten hat (eMobilitätOnline berichtete). Die entsprechenden Verträge sind vorerst bis zum 31. Juni 2020 befristet.

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