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So könnte die Zukunft aussehen: Elektroauto lädt an Straßenlaterne
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So könnte die Zukunft aussehen: Elektroauto lädt an Straßenlaterne

Der regionale Energieversorger swb testet ein neues Ladesystem in Bremen und Bremerhaven. Gemeinsam mit dem Berliner Startup ubitricity werden im Rahmen eines einjährigen Feldversuchs in den kommenden Wochen rund 30 Systemsteckdosen an Straßenlaternen, Häuserwänden und Parkhauswänden installiert.

Um diese nutzen zu können, rüstet swb 15 Elektrofahrzeuge mit intelligenten, abrechnungsfähigen Ladekabeln aus. Das neue Ladesystem ist nicht nur günstiger als konventionelle Stromtankstellen, sondern bietet prinzipiell auch den Vorteil, dass Elektroautos und andere Emobile überall dort laden können, wo sie ohnehin parken – denn Anschlussmöglichkeiten ans örtliche Stromnetz gibt es reichlich.

Mit dem ubitricity-Ladekabel mit integriertem mobilem Stromzähler gebe es nun auch das fehlende Zwischenstück zwischen dem vorhandenen Stromnetz und der Elektroautobatterie.

Ladekabel mit Stromzähler und Internetanbindung

 

Knut Hechtfischer, einer der Gründer und Geschäftsführer von ubitricity, erklärt, wie aus Sicht seines Unternehmens der Schritt von einer teuren, stationären Ladesäule zu einem weit verbreiteten Ladesystem mit vielen einzelnen Ladepunkten gelingen kann: "Wenn sie Zugang zum flächendeckenden intelligenten Laden ermöglichen wollen, dann geht das am einfachsten über ein mobiles Endgerät – ähnlich wie beim Smartphone. Daher haben wir den Stromzähler samt mobiler Internetanbindung ins Ladekabel integriert, so dass jeder Elektroautonutzer nun überall auf seine Mobilstromrechnung laden kann. Das macht auch den Installationsaufwand bei einer Vielzahl an Ladepunkten unschlagbar gering.“

Dieser Ansatz sei vergleichbar mit der Entwicklung von der Telefonzelle hin zu den nun allgegenwärtigen Mobiltelefonen. Was kostet das Ladesystem nun? Laut ubitricity schlägt eine Systemsteckdose mit etwa 400 Euro und das intelligente Ladekabel mit etwa 600 Euro zu Buche. Dann könne der Nutzer des Ladekabels einen Stromvertrag für alle Ladungen bei einem Stromversorger seiner Wahl abschließen, so dass er nur eine Rechnung für den verbrauchten Strom erhält - egal, an wessen Steckdose er getankt hat.

"Der Erfolg von Elektroautos steht und fällt mit einer guten, verlässlichen und finanzierbaren Ladeinfrastruktur. Mit diesem preiswerten System, als Ergänzung zu den stationären Säulen, könnte das gelingen", zeigt sich auch swb-Vorstandsvorsitzender Dr. Torsten Köhne zuversichtlich.

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