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Einer neuen Studie zufolge werden Elektroautos in den kommenden Jahren nicht zu einer Überlastung der Stromnetze führen.
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Einer neuen Studie zufolge werden Elektroautos in den kommenden Jahren nicht zu einer Überlastung der Stromnetze führen.

Halten die Stromnetze in Deutschland, wenn plötzlich die Nachfrage nach Elektroautos und somit nach Fahrstrom in die Höhe schnellt? Diese Frage wird seit längerer Zeit kontrovers diskutiert. Eine neue Studie könnte der Debatte einen vorläufigen Endpunkt setzen. Demnach soll die Stromnachfrage in mittlerer Zukunft nur geringfügig steigen.

Die McKinsey-Studie, über die das Manager Magazin berichtete, hat den Strombedarf des steigenden Elektroauto-Bestands analysiert. Während der reine E-Auto-Anteil am gesamten Pkw-Bestand in Deutschland im Jahr 2015 nicht einmal 1 Prozent betrug, soll dieser den Analysten zufolge auf 7 Prozent im Jahr 2030 ansteigen.

Lokal unterschiedliche Situationen

Interessanterweise soll dies McKinsey zufolge in den kommenden 12 Jahren nur einen Anstieg der Stromnachfrage um 1 Prozent (bzw. 5 Gigawattstunden) nach sich ziehen. Denn das Gros des verbrauchten Stroms in Deutschland fließt in der Industrie und in Gebäuden – der Bedarf von E-Pkw sei im Vergleich sehr gering.

Wenn sich bis zum Jahr 2050 der E-Pkw-Bestand in Deutschland auf 40 Prozent erhöht habe, soll darauf nur 6,5 Prozent des gesamten deutschen Stromnachfrage (40 von insgesamt 619 Terrawattstunden) entfallen, so das Manager Magazin unter Berufung auf die Studie. Zu diesem Zeitpunkt könnte der überwiegende Teil des zusätzlich benötigten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.

Insgesamt dürften auch die Spitzenlastzeiten geringfügig, aber für das Stromnetz verkraftbar ansteigen. Problematisch könnte es jedoch vereinzelt auf lokaler Ebene werden, da sich Elektroautos in einigen Gegenden stärker durchsetzen als in anderen. Als eine mögliche Lösung wird betrachtet, dass Stromanbieter günstigere Tarife bei Nacht und in den frühen Morgenstunden anbieten, um Spitzen am Nachmittag und frühen Abend zu vermeiden.

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