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Gute Nachricht: Das Stromnetz in Ostfildern hielt dem Test mit E-Autos stand.
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Gute Nachricht: Das Stromnetz in Ostfildern hielt dem Test mit E-Autos stand.

Die Netze BW hat südöstlich von Stuttgart 18 Monate lang getestet, welche Auswirkungen die Nutzung von E-Autos auf das lokale Stromnetz hat. Fazit der EnBW-Tochter: Die Herausforderungen der E-Mobilität sind für die Verteilnetzbetreiber zu bewältigen.

Das Pilotprojekt fand in der 40.000-Einwohner-Stadt Ostfildern statt. Zehn Haushalten einer Straße wurden Elektroautos und die notwendige Ladeinfrastruktur für zu Hause zur Verfügung gestellt. Das Spektrum der Nutzer reichte vom Viel- bis zum Gelegenheitsfahrer, von der Familie mit Kindern bis zum Rentner.

Alle Haushalte hingen am gleichen Stromkreis, in dem durch den Versuch laut Netze BW eine E-Auto-Quote von 50 Prozent erreicht wurde. Zum Einsatz kamen verschiedene Fahrzeugtypen wie VW E-Golf, Renault Zoe, BMW i3 und ein Tesla Model S.

„Das bundesweit einmalige Projekt hat die Elektromobilität für die Menschen erlebbar gemacht und so zur Akzeptanz dieser Antriebstechnik in der Bevölkerung beigetragen“, sagte Baden-Württembergs Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller. „Ich freue mich, dass das Projekt die Erwartungen erfüllt hat und bin zuversichtlich, dass wir das anspruchsvolle Ziel einer nutzerfreundlichen, klima- und umweltschonenden Mobilität erreichen können“, so der Minister.

Kein Blackout in der E-Mobility Allee

Wichtiges Ergebnis des Pilotprojekts: Das Ladeverhalten der Teilnehmer veränderte sich mit der Zeit spürbar. Sie gewannen Vertrauen in die Reichweite der E-Autos und luden nach der Startphase deutlich seltener, heißt es von der Netze BW. Es seien nie mehr als fünf Fahrzeuge zur gleichen Zeit am Netz gewesen und das auch nur in äußerst seltenen Fällen.

„Die oft geäußerte Befürchtung, wonach alle E-Autos nach Feierabend gleichzeitig laden und dadurch das Netz überlasten, scheint nach dieser Erfahrung nicht realistisch zu sein“, folgerte Projektleiterin Selma Lossau.

Und wie kann ein Netzbetreiber gegensteuern, wenn das Netz doch einmal an seine Belastungsgrenzen kommt? Die Netze BW sieht großes Potenzial im intelligenten Lademanagement. Durch die elektronische Zuteilung von Ladezeiten könne man Engpässe vermeiden, ohne dass sich die Teilnehmer davon beeinträchtigt fühlen. Als weitere sinnvolle Option hätten sich verschiedenen Typen von Batteriespeichern erwiesen, die vorübergehend eingesetzt wurden und das Netz entlasteten. 

Nächster Stop: E-Mobility Allee Carré und Chaussee

Nach Abschluss der E-Mobility Allee will die Netze BW weitere Versuche starten. Den Anfang macht das so genannte E-Mobility-Carré. Ab November sollen die Bewohner einer großen Wohnanlage im Raum Ludwigsburg mit 45 Elektroautos und 60 Ladepunkten ausgestattet werden, um auch dort das Verhalten und die Auswirkungen auf das Stromnetz kennenzulernen. Auch auf dem Land wird es laut Netze BW ein Testfeld geben, die E-Mobility-Chaussee.

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