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Das Vehicle-to-Grid-Projekt von FCA und Engie EPS im Turiner Werk Mirafiori: Nutzung von Energie aus Elektroauto-Batterien zur Stabilisierung des Stromnetzes.
Auto-Medienportal.Net/FCA

Das Vehicle-to-Grid-Projekt von FCA und Engie EPS im Turiner Werk Mirafiori: Nutzung von Energie aus Elektroauto-Batterien zur Stabilisierung des Stromnetzes.

Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und Engie EPS kooperieren in einem Vehicle-to-Grid (V2G)-Projekt im Turiner FCA-Werk Mirafiori. Die in den Batterien geparkter Elektroautos gespeicherte Energie soll mithilfe des V2G-Systems zur Stabilisierung des Stromnetzes kurzfristig dem öffentlichen Netz zur Verfügung stehen. V2G soll erneuerbare Energien fördern und das Gleichgewicht im Stromnetz bei erhöhtem Ladestrombedarf durch die zunehmende Verbreitung der Elektromobilität erhalten.

Carlalberto Guglielminotti, CEO von Engie EPS, erklärt: „Hochrechnungen gehen davon aus, dass europaweit die gesamte Speicherkapazität von Batterien in Elektrofahrzeugen im Jahr 2025 bei 300 Gigawattstunden liegen wird. Das wäre die größte dezentrale Ressource, die dem europäischen Energiesystem zur Verfügung stehen könnte. Die Vehicle-to-Grid-Infrastruktur, die bisher fast ausschließlich aus experimentellen Projekten bestand, ist jetzt bereit für den nächsten Schritt. Das Projekt im FCA Werk Mirafiori gibt das Startsignal hierzu.“

64 Ladestationen in erster Bauphase

In der ersten Phase der Bauarbeiten für das V2G-Projekt im Logistikzentrum Drosso innerhalb des Mirafiori-Komplexes sollen bis zum Juli dieses Jahres 64 Zweiwege-Schnellladestationen mit einer Leistung von jeweils bis zu 50 Kilowatt geschaffen werden. Die zentralisierte Infrastruktur und das Steuerungssystem mit Ladefunktion für Elektrofahrzeuge und Vehicle-to-Grid-Technologie wurden von Engie EPS entwickelt, patentiert und gebaut. Auf rund 3.000 Quadratmetern werden in der Phase 1 Gräben auf 450 Metern Länge ausgehoben, in denen schließlich mehr als 10 Kilometer Kabel verlegt werden.

Roberto Di Stefano, Head of EMEA E-Mobility bei FCA, sagt: „Im Durchschnitt bleiben Autos zu 80 bis 90 Prozent des Tages ungenutzt. Während dieses langen Zeitraums können Kunden, wenn sie ihr Fahrzeug über die Vehicle-to-Grid-Technologie an das öffentliche Stromnetz anschließen, einen finanziellen Ausgleich oder kostenlose Energie als Gegenleistung für den geleisteten Puffer-Dienst erhalten. Ihre individuellen Mobilitätsbedürfnisse werden dabei in keiner Weise beeinträchtigt.“

Bis zu 700 Ladepunkte und 25 Megawatt

Bis Ende 2021 soll die Infrastruktur auf bis zu 700 Elektrofahrzeuge erweitert werden, die über die Säulen aufgeladen werden und im Gegenzug dem Stromnetzbetreiber bestimmte Netzdienste zur Verfügung stellen. Die Anlage nach Fertigstellung eine Regulierungskapazität von bis zu 25 Megawatt leisten und damit laut den Projektpartnern das weltweit bisher größte V2G-System werden. In Kombination mit anderen Energie-Projekten im Werk kann die neue V2G-Infrastruktur zum virtuellen Kraftwerk werden.

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