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Damit sich der Betrieb der heutigen Ladesäulen rechnet, muss sich laut BDEW die Zahl der E-Autos in Deutschland fast verdoppeln.
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Damit sich der Betrieb der heutigen Ladesäulen rechnet, muss sich laut BDEW die Zahl der E-Autos in Deutschland fast verdoppeln.

33.107 öffentliche Ladepunkte weist das Ladesäulenregister des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) derzeit in Deutschland aus, davon 10 Prozent Schnellader. Ende April waren es noch 27.730 Ladepunkte.

In den vergangenen sechs Monaten sind damit über 5.300 neue Ladepunkte hinzugekommen. Das entspricht einem Zuwachs um 19 Prozent – trotz anhaltender Corona-Krise, wie der BDEW betont. Damit die Ladepunkte tatsächlich wirtschaftlich betrieben werden können, müsse die Zahl der E-Fahrzeuge über Fördermaßnahmen weiter deutlich gesteigert werden, fordert der Verband.

„Die Energiewirtschaft ist mit dem Bau und Betrieb der Ladeinfrastruktur bisher massiv in Vorleistung gegangen. Stromtankstellen rechnen sich aufgrund der derzeit niedrigen E-Auto-Anzahl immer noch nicht. Wir freuen uns, dass dank staatlicher Förderung endlich mehr Elektrofahrzeuge auf die Straße kommen. Dieser aktuelle Impuls darf aber nicht verpuffen, sondern muss Initialzündung dafür sein, die Elektromobilität in die Breite zu tragen“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

„Betrieb der heutigen Ladeinfrastruktur rechnet sich ab 550.000 Vollstromern“

Aktuell sind laut einer Hochrechnung des BDEW rund 240.000 vollelektrische Fahrzeuge und 200.000 Plug-In-Hybride zugelassen, wobei Plug-in-Hybride in der Regel zu nicht einmal 50 Prozent elektrisch fahren – also entsprechend auch seltener öffentliche Ladesäulen nutzen. Für eine wirtschaftliche Auslastung der rund 33.100 Ladepunkte wären nach den Kalkulationen des BDEW jedoch mindestens 550.000 Vollstromer erforderlich.

„Trotz des erfreulichen Anstiegs an Neuzulassungen reicht die Zahl an E-Fahrzeugen also noch nicht aus, um einen wirtschaftlichen Betrieb der Ladeinfrastruktur sicherzustellen. Wir brauchen einen zeitlich und technisch aufeinander abgestimmten Hochlauf von E-Autos und der notwendigen Ladeinfrastruktur“, fordert Kerstin Andreae vom BDEW.

Parallel zum Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur müsse der Ausbau von privaten Lademöglichkeiten in Gebäuden zielgerichtet vorangetrieben werden, so der Verband. Hierzu haben der BDEW und der Handelsverband HDE kürzlich gemeinsam einen Vorschlag zur Ausgestaltung des Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (GEIG) vorgelegt. Im Fokus stehe dabei eine frühzeitige planerische Berücksichtigung von Leitungsinfrastruktur für Elektromobilität und eine bedarfsgerechte Ausstattung.

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