Elektromobilität: Meldungen zur Ladeinfrastruktur
In Berlin ist am Mittwoch im Rahmen eines großen Opening-Events die angekündigte Wechselakku-Infrastruktur für Elektroleichtfahrzeuge offiziell ans Netz gegangen. Der Entwickler der Wechselstationen, das Berliner Startup GreenPack, kündigte zudem an, das Konzept ab dem kommenden Jahr auf andere Städte in Deutschland ausdehnen zu wollen.
Als erste Baumarktkette will die hagebau Unternehmensgruppe ihre Standorte mit Schnellladestationen für Elektroautos ausrüsten. Dafür kooperiert das Unternehmen mit dem Energiekonzern EnBW, der die Ladeinfrastruktur liefern und betreiben wird. Die ersten Schnelllader sollen noch in diesem Jahr aufgestellt werden.
Im aktuellen Städte-Ranking für Ladesäulen, das der Bundesverband der Wasser- und Energiewirtschaft BDEW erstellt hat, präsentiert sich Hamburg weiterhin mit der Nase vorne. Bayern belegt den Spitzenplatz unter den Bundesländern.
Ab Ende dieses Jahres wird die Fastfood-Kette McDonalds in den Niederlanden mit dem Aufbau einer Schnellladeinfrastruktur für Elektroautos beginnen. Dafür arbeitet das us-amerikanische Unternehmen mit der niederländischen Vattenfall-Tochter Nuon zusammen. Insgesamt sollen 168 Schnellladestationen mit je 2 Ladepunkten errichtet werden.
Die mit nachhaltigen Transportthemen befasste supranationale Organisation Transport&Environment hält den aktuellen Stand des Ladeinfrastrukturausbaus in den meisten Ländern der EU für ausreichend. Damit will die Organisation ein gerne von der Autoindustrie ins Feld geführtes Argument entkräften und ruft die Autohersteller zu mehr Engagement im Bereich Elektromobilität auf.
Japan und China gehen eine neue Koalition ein: die Industrieverbände der beiden asiatischen Länder wollen nach Informationen der FAZ bereits in der nächsten Woche eine Absichtserklärung zum Aufbau eines neuen, gemeinsamen Schnellladestandards unterschreiben. Das Ziel: Elektroautos in weniger als 10 Minuten aufladen – und CCS kräftige Konkurrenz machen zu können.
Damit ist das gängige Vorurteil, die Deutschen würden keine Elektroautos fahren, weil es zu wenig Ladestationen gibt, bis auf Weiteres widerlegt. Der Energieanbieter Eon hat in einer Auswertung die Zahl der Ladestationen im Juni 2018 mit den am 1. Januar 2018 zugelassenen reinen Elektroautos ins Verhältnis gesetzt – Ergebnis außerdem: Die lokalen Unterschiede sind beträchtlich.
Halten die Stromnetze in Deutschland, wenn plötzlich die Nachfrage nach Elektroautos und somit nach Fahrstrom in die Höhe schnellt? Diese Frage wird seit längerer Zeit kontrovers diskutiert. Eine neue Studie könnte der Debatte einen vorläufigen Endpunkt setzen. Demnach soll die Stromnachfrage in mittlerer Zukunft nur geringfügig steigen.
Der Discounter Aldi Süd baut sein Ladestationsnetz aus: Am gestrigen Mittwoch, 8. August 2018, wurde an der Aldi Süd Filiale in Seeheim-Jugenheim die erste von 28 geplanten 50-kW-Schnellladesäulen in Betrieb genommen. Die Filialen mit den neuen Ladestationen liegen entlang der Autobahnen A3, A5, A6, A7, A8 und A9 und sollen in maximal 5 Minuten Fahrzeit von einer Abfahrt aus zu erreichen sein.
- Gastbeitrag von Tobias Ruf (e.optimum AG) zur Zukunft von e-Tankstellen in Deutschland -
Elektromobilität ist in aller Munde: Nicht nur aufgrund von weltweiten Diesel-Skandalen, Verbote von Verbrennungsmotoren und staatlichen Förderungen in Deutschland steigen immer mehr Menschen auf das Elektromobil um.