Elektromobilität: Meldungen zur Ladeinfrastruktur
Das britische eMobility-Startup Urban Electric Networks hat mit dem UEone Pop-up eine innovative Ladelösung für Elektroautos in Städten präsentiert. Das Besondere: die Ladestation lässt sich bei Nichtgebrauch einfach wie ein Parkpoller im Boden versenken.
Der Ausbau der bundesweiten Schnellladeinfrastruktur nimmt weiter an Fahrt auf: Der Karlsruher Energiekonzern EnBW und die OMV, Betreiber von ca. 300 Tankstellen in Deutschland gaben heute eine Kooperation bekannt. So soll EnBW bis Ende des Jahres 2019 insgesamt 100 Tankstellen des Ölkonzerns mit Hochgeschwindigkeitsladesäulen, sogenannten High-Power Chargern (HPC), ausstatten.
Mit dem paneuropäischen MEGA-E-Projekt wollen der niederländische Ladeinfrastruktur-Betreiber Allego und der eMobility-Spezialist Fortum Charge & Drive entlang von wichtigen Autobahnen und in europäischen Metropolregionen insgesamt 322 Schnellladestationen aufstellen. Die EU hat gestern eine Millionen schwere Förderung zugesagt.
Ionity hat seine erste Stromtankstelle errichtet: in Rheinland-Pfalz an der A61 an der Raststätte Brohltal-Ost. 1 Monat darf dort nun umsonst Strom geladen werden. Das 2017 gegründete Joint Venture der deutschen Automobilindustrie hat den Aufbau eines europaweiten Schnellladenetzes für Elektroautos zum Ziel.
Bislang müssen Fahrer von Elektrofahrzeugen die richtige Ladekarte oder eine passende Smartphone-App zur Hand haben, um an einer öffentlichen Ladestation zu laden. Das soll sich nach dem Willen des eMobility Joint Ventures Hubject bald ändern, das eine neue Zugangslösung namens Plug&Charge entwickelt hat, die gemeinsam mit Daimler getestet wurde.
Der Technologiekonzern Siemens wird in Dänemark eine Schnellladeinfrastruktur für E-Busse des ÖPNV errichten. Ein entsprechender Rahmenvertrag wurde mit Movia geschlossen, der größten Verkehrsbehörde Dänemarks. Die Vereinbarung sieht vor, dass Siemens Ladestationen mit einem absenkbaren Stromabnehmer für Elektrobusse liefert.
Seit Anfang dieses Jahres sind die rechtlichen Voraussetzungen gegeben, auf Rastplätzen entlang des Schweizerischen Nationalstraßennetzes Schnellladestationen für Elektroautos zu betreiben. Der Bundesrat hat nun angekündigt, dass voraussichtlich im Sommer ein Bewerbungsverfahren für private Investoren und Betreibergesellschaften eingeleitet wird. Das Interesse sei bereits sehr hoch.
Der niederländische Ladelösungs-Anbieter NewMotion hat die Daten seines Ladenetzwerkes ausgewertet, das eines der größten in Europa ist. Die nun veröffentlichten Daten, die eine Zunahme der Ladevorgänge sichtbar machen, zeigen nach Ansicht des Unternehmens, dass sich Elektrofahrzeuge spürbar ausbreiten in Europa.
Um eine nachhaltige Nutzung von Batterien sowie ein stabiles Laden von Elektrobussen zu gewährleisten, haben die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) und MAN Truck & Bus eine Kooperation zur Zweitverwendung von Batterien vereinbart, die in den E-Bussen der Flotte ihren Dienst getan haben.
Ab sofort können die Kunden des E.ON-Ladenetzes sich auf ein Festpreismodell zur Strombetankung ihrer E-Fahrzeuge verlassen. Der Energiedienstleister vermeldet, dass an seinen Ladepunkten nun sämtliche Kunden gleichviel zahlen – unabhängig von der Dauer des Ladevorgangs und der Menge des geladenen Stroms.