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Kārlis Dambrāns | [CC BY 2.0] |  via Wikimedia Commons

Ab kommendem Jahr wird der Kauf von Elektroautos und Plug-in-Hybriden auch in Österreich staatlich gefördert. Die Regierung hat gestern ein umfangreiches Programm bis 2018 vorgelegt – welches auch Bedingungen an die Inanspruchnahme der Förderung stellt, v.a. aber besser sein soll als das deutsche, bisher recht erfolglose Pendant.

72 Millionen Euro schwer ist das Förderpaket, das die Elektromobilität in Österreich voranbringen soll. 2017 können private Käufer neuer Elektroautos ab März rückwirkend zum 1. Januar 4.000 Euro vom Staat erhalten, für einen Plug-in-Hybriden mit mind. 40 km elektrischer Reichweite noch 1.500 Euro. Diesel-Plug-ins sind explizit ausgenommen. Für die Inanspruchnahme gilt ein maximaler Netto-Listenpreis von 50.000 Euro, womit Tesla vorerst aus dem Spiel ist – anders als in Deutschland, wo Tesla mittlerweile der Sprung in die Liste der förderfähigen Elektroautos geglückt ist. 

Grünes Nummernschild für Elektroautos

 

Auch elektromobile Anschaffungen von Betrieben, Gebietskörperschaften und Vereinen werden bezuschusst. Für ein reines Elektrofahrzeug stehen 3.000 Euro und für einen Plug-in-Hybrid 1.500 Euro zur Verfügung. Zusätzlich werden Elektrozweiräder und leichte E-Nutzfahrzeuge gefördert, für die 5 Millionen Euro bereit stehen. 

Die Förderung ist an eine Bedingung geknüpft: Um die Kaufprämie zu erhalten, muss Ökostrom getankt bzw. ein Ökostromvertrag vorgelegt werden. Ein Novum sind die grünen Nummernschilder, die Elektrofahrzeugen vorbehalten sein werden und diese mit einigen Vorrechten ausstatten. Im Gespräch sind bspw. die Nutzung von Busspuren und Gratisparken. Ähnlich wie in Deutschland soll dies jedoch auf kommunaler Ebene entschieden werden. 

Schnellladeinfrastruktur wird subventioniert

 

Schließlich werden die teuren Schnelllader gefördert: Wer eine öffentlich zugängliche Schnellladestation errichtet, deren Bau etwa 90.000 Euro koste, kann ab kommendem Jahr 10.000 Euro vom Staat zurück erhalten. Privatpersonen können 200 Euro zur Anschaffung einer Heimladestation oder eines intelligenten Ladekabels beantragen. 

Der Elektroauto-Bestand in der Alpenrepublik beläuft sich aktuell auf etwa 8.600 Fahrzeuge. Durch das Förderpaket sollen bis 2018 rund 16.000 zusätzliche E-Fahrzeuge auf die Straßen Österreichs gebracht werden.

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