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Überfüllte Straßen mit Benzin- und Dieselfahrzeugen wird es, wie hier in Stuttgart, in einigen Jahren nicht mehr geben.
von Kiribat (Eigenes Werk)/CC0, via Wikimedia Commons.

Überfüllte Straßen mit Benzin- und Dieselfahrzeugen wird es, wie hier in Stuttgart, in einigen Jahren nicht mehr geben.

Der Umstieg auf Elektromobilität wird kommen. Unklar ist noch, wann und vor allem wie der E-Motor den Verbrenner vollständig ablösen soll: Bei der Fertigung eines Elektroautos werden viel weniger Teile als bei einem Diesel- oder Benzinfahrzeug benötigt. Das ifo-Institut hat sich dieser Fragestellung angenommen und im Rahmen einer Studie, welche im Auftrag des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) erfolgte, mögliche Auswirkungen durch den Wandel der Antriebstechnik auf den Arbeitsmarkt untersucht.

Wie die Tagesschau berichtet, spricht sich das ifo-Institut in seiner Studie "Auswirkungen eines Zulassungsverbotes für Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotor" gegen einen gesetzlichen Zulassungsstopp von Verbrennungsmotoren bei Neuwagen aus. Sollten ab dem Jahr 2030 tatsächlich nur noch emissionsfreie Autos, wie es unter anderem die Grünen in ihrem Programm zur Bundestagswahl fordern, neu auf die Straße dürfen, so hätte dies direkten oder indirekten Einfluss auf 600.000 Arbeitsplätze im Industriesektor. In der Automobilindustrie wären bis zu 436.000 Stellen, insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, in Gefahr.

VDA-Chef Matthias Wissmann geht davon aus, dass der Verbrenner neben dem Elektromotor weiter existieren wird. Denkbar wäre beispielsweise eine Betankung mit Kraftstoff basierend auf erneuerbaren Energien. Diesel- und Benzinmotor könnten so ihren "zweiten Frühling" erleben, vermutet Wissmann.

Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir erwartet das Gegenteil. Viel mehr müsse man die Menschen aufrütteln, gerade weil so viele Jobs vom Verbrennungsmotor abhängig seien. Der Automobilindustrie drohe sonst ein ähnliches Szenario wie den Energieunternehmen, die sich zunächst gegen den Atomstieg stellten und dann den Anschluss verpasst hätten. "Es stellt sich nicht die Frage, ob sich das emissionsfreie Auto durchsetzt, sondern wer es baut", bringt es Özdemir auf den Punkt.

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