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In Italien sollen mehr Elektroautos wie der E-Smart auf die Straßen kommen.
Daimler

In Italien sollen mehr Elektroautos wie der E-Smart auf die Straßen kommen.

Die Bundesregierung will bekanntlich 1 Million Elektroautos bis zum Jahr 2020 in Deutschland auf die Straßen bringen. Ob dieses Ziel auch erreicht wird, ist freilich eine andere Frage. Nun zieht Italien mit einem ebenso ehrgeizigen Ziel nach: 1 Million E-Autos bis 2022. Die Zweifel begleiten auch diese Ankündigung. 

Die neue rechte Regierung in Italien will den Anteil von Elektro- und Hybridfahrzeugen erhöhen und Anreize für den Kauf schaffen. Konkrete Vorschläge gibt es offenbar noch nicht, aber der neue Minister für Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung Luigi Di Maio von der Fünf-Sterne-Bewegung hat öffentlich das Millionen-Ziel bekräftigt.

Ladeinfrastruktur-Ausbau offenbar problematisch

Angesichts eines Elektroauto-Bestands von rund 5.000 rein batteriegetriebenen Pkw müsste die italienische Regierung enorme Anreize schaffen, um dem Ziel auch nur nahe zu kommen. Der Leiter des Forschungsinstituts Promotor, Gian Primo Quagliano, erklärte, dass Italien mindestens so hohe Subventionen einführen müsste wie Norwegen, um das Ziel zu erreichen. Er schätzte die Subventionshöhe auf rund 9.000 € pro Fahrzeug, was den Staat viele Milliarden Euro kosten würde.

Zugleich muss die Ladeinfrastruktur massiv ausgebaut werden. Der vom Staat kontrollierte Energieversorger Enel will bis 2022 bis zu 300 Millionen Euro investieren, um landesweit bis zu 14.000 Ladestationen zu errichten, wie das Handelsblatt berichtet. Enels eMobility-Chef Francesco Venturini erklärte, dass die Errichtung einer öffentlichen Ladeinfrastruktur viel komplizierter sei als erwartet und forderte von der Regierung klare Vorgaben. Mitte 2017 hatte es in Italien rund 2.228 öffentliche Ladepunkte gegeben, das sind 4 pro 100.000 Einwohner – der EU-Schnitt lag zu diesem Zeitpunkt bei 20.

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