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Die Schifffahrt auf der Spree sollte elektrifiziert werden. Laut einer Umweltmessung belasten die auf den Berliner Wasserwegen emittierten Schadstoffe Umwelt und Gesundheit massiv.
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Die Schifffahrt auf der Spree sollte elektrifiziert werden. Laut einer Umweltmessung belasten die auf den Berliner Wasserwegen emittierten Schadstoffe Umwelt und Gesundheit massiv.

Letzte Woche durchgeführte Messungen zur Umweltbelastung an der Spree haben ergeben, dass der europäische Grenzwert für Stickstoffoxid dort um sein Fünffaches überstiegen wird, sobald dieselbetriebene Fahrgastschiffe vorbeifahren. Dies geschieht bis zu hundertmal am Tag.

Insgesamt finden zwischen Mühlendammschleuse und Bundeskanzleramt täglich mehrere Hundert Schiffsbewegungen statt.

„Die Luftverschmutzung durch die Schiffe gefährdet die Gesundheit der Anwohner*innen und aller Menschen, die auf und an der Spree unterwegs sind“, erklärt Umweltexperte Axel Friedrich.

Anleger und Ladeinfrastruktur für E-Schifffahrt nötig

Daher hat sich im Frühjahr 2018 der Verband für Elektroschifffahrt und Ladeinfrastruktur e. V. konstituiert. Unter seinem Dach sammeln sich Unternehmer, die sich für eine saubere Spreeschifffahrt auf Basis des Elektroantriebs einsetzen. Dafür fordern sie vom Senat die Ausweisung von Anlegern und die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur.

Das Schifffahrtsunternehmen Stern und Kreis plant für 2019, ein Hybridfahrgastschiff in Betrieb zu nehmen, so Geschäftsführer Andreas Behrens. Es wäre das erste seiner Art in der Flotte des auf den Berlin-Tourismus ausgelegten Unternehmens. Im Prinzip soll es rein elektrisch fahren und auf den Dieselmotor nur zugreifen, sollte während der Fahrt außerplanmäßig der Strom ausgehen. Aufgeladen wird es über Nacht an einer am Treptower Park noch zu installierenden Ladestation, die mit Ökostrom versorgt werden soll.

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