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Im Mobilitätssektor soll der grüne Wasserstoff  vor allem im Schwerlastverkehr auf der Straße, Schiene und in der Luft zum Einsatz kommen.
Alstom

Im Mobilitätssektor soll der grüne Wasserstoff vor allem im Schwerlastverkehr auf der Straße, Schiene und in der Luft zum Einsatz kommen.

Nach langem Ringen hat das Bundeskabinett nun die nationale Wasserstoffstrategie beschlossen. Die darin enthaltenen Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass „Deutschland bei Wasserstofftechnologien die Nummer 1 in der Welt“ werde., so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Dafür sind neben den laufenden Förderprogrammen zusätzliche sieben Milliarden Euro als Teil des Konjunkturpakets der Regierung vorgesehen. Sie sollen den entsprechenden Technologien dabei helfen, sich am Markt durchzusetzen. Weitere zwei Milliarden sind für internationale Partnerschaften in dem Bereich vorgesehen. Zudem ernannte die Regierung einen 25-köpfigen Nationalen Wasserstoffrat, der die Politik künftig beraten soll.

Der Einsatz von Wasserstoff soll neben der Industrie auch im Verkehr gefördert werden. Der Fokus liegt auf grünem Wasserstoff – also auf Wasserstoff, der mit regenerativem Strom mittels Elektrolyse erzeugt wird. Um die bislang kostspielige Produktion des grünen Wasserstoffs wirtschaftlicher zu machen, stellt die Bundesregierung eine Befreiung von der EEG-Umlage für die Erzeuger in Aussicht – eine Maßnahme, die aus der Branche seit Jahren gefordert wurde.

Grüner Wasserstoff aus Afrika

Die Strategie sieht vor, dass bis 2030 in Deutschland Erzeugungsanlagen von bis zu fünf Gigawatt Gesamtleistung entstehen sollen. Bis 2040 soll sich der Wert auf zehn Gigawatt verdoppeln. Die anvisierten Kapazitäten sollen bis 2030 ein Siebtel des deutschen Bedarfs decken, der Rest soll aus sonnen- und windreichen Regionen importiert werden.

Die Bundesregierung hat hier vor allem Nordafrika im Blick. Konkret werde bereits mit Marokko die erste industrielle Wasserstoffanlage in Afrika entwickelt. Allein durch das Projekt in Marokko sollen jährlich 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Quote für synthetisches Kerosin angedacht

Der grüne Wasserstoff soll zunächst dort eingesetzt werden, wo es bislang keine Alternativen für fossile Brennstoffe gebe: in der Stahlproduktion, der Chemieindustrie, im Schwerlastverkehr und in der Luftfahrt. Bis 2023 sollen dazu Anlagen zur Erzeugung strombasierter Kraftstoffe mit 1,1 Milliarden Euro gefördert werden. Die Bundesregierung hat hier vor allem die Produktion von synthetischem Kerosin im Blick.

Um den Markthochlauf von synthetischen Kerosin zu beschleunigen, werde auch eine verbindliche Beimischungsquote geprüft. Angedacht ist eine Quote von mindestens zwei Prozent bis 2030. Dabei werde sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für eine multilaterale Regelung einsetzen. Damit sollen Wettbewerbsnachteile für die deutsche Luftfahrt vermieden werden.

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