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BMW will im Rahmen der Förderung Lithium-Ionen-Zellen der „übernächsten Generation“ entwickeln und Festkörper-Batterien validieren. Im Bild: die Produktion von Hochvoltbatterien in einem BMW-Werk.
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BMW will im Rahmen der Förderung Lithium-Ionen-Zellen der „übernächsten Generation“ entwickeln und Festkörper-Batterien validieren. Im Bild: die Produktion von Hochvoltbatterien in einem BMW-Werk.

Die EU-Kommission hat ein zweites Mal Milliardenhilfen für ein „wichtiges Projekt von gemeinsamem europäischem Interesse“ (IPCEI) zur Unterstützung der Batterieproduktion in Europa genehmigt. Deutschland und elf weitere EU-Länder können nun bis zu 2,9 Milliarden zusätzlich bereitstellen. Die EU rechnet damit, dass die geförderten Unternehmen - darunter auch BMW und Tesla - ihrerseits ingesamt neun Milliarden Euro in Entwicklung, Produktion und das Recycling von Akkus in Europa investieren. 

„Die Genehmigung auch des zweiten europäischen Großvorhabens zur Batteriezellfertigung ist ein sehr großer Erfolg und schafft die kritische Masse für das Batterie-Ökosystem in Deutschland und Europa. Das von Deutschland koordinierte zweite Batterie-IPCEI zeigt deutlich: Die europäische Batterie-Wertschöpfungskette wird Realität. Deutschland und Europa werden selbst wettbewerbsfähige, innovative und umweltschonende Batteriezellen entwickeln. Damit werden umfangreiche private Investitionen ausgelöst und neue, zukunftssichere Arbeitsplätze entstehen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Bereits im Dezember 2019 hatten die EU-Wettbewerbshüter grünes Licht eine erste milliardenschwere Förderung einer europäischen Batteriezellenfertigung gegeben. Zusammen mit dem zweiten IPCEI will alleine das Bundeswirtschaftsministerium bis zu drei Milliarden Euro bereitstellen. Dadurch würden in Deutschland private Investitionen von über 13 Milliarden Euro angestoßen und mehrere tausend qualifizierte Arbeitsplätze entstehen, so das Erwartung des Ministeriums.

Von der nun bekannt gegebenen Entscheidung zur Staatshilfe profitieren die Unternehmen ACI Systems, Alumina Systems, BMW, Cellforce Group, ElringKlinger, Liofit, Manz, Northvolt, SGL Carbon, Skeleton Technologies und Tesla.

Lithium-Ionen-Zellen der „übernächsten Generation“

BMW, die bereits im ersten IPCEI mit 60 Millionen Euro gefördert wurden, wollen im Rahmen des zweiten IPCEI die Lithium-Ionen-Zellen der „übernächsten Generation“ entwickeln. Zudem stehe die Validierung von Festkörper-Batterien auf dem Programm, die bekanntlich als eine der vielversprechendsten Batterietechnologien der Zukunft gehandelt werden.

ElringKlinger will ein neuartiges Zellgehäusedesign entwickeln und industrialisieren, das weniger energieintensive Rohstoffe wie Aluminium und Kupfer benötigt und zugleich den Produktionsaufwand reduziert. ACI Systems arbeitet an einem wasserneutralen und wettbewerbsfähigen Verfahren, um mit minimalem CO2-Fußandruck Lithium aus Sole herzustellen.

Kosten und ökologischen Fußabdruck von Batteriezellen verkleinern

Der Automatisierungs-Spezialist Manz will in dem Projekt „Lithium-Batteriefabrik der Zukunft“ hocheffiziente Maschinen und Prozesse zur vollautomatischen Herstellung von Lithiumbatterien entwickeln. Batterieproduzent Northvolt prüft im Rahmen seines IPCEI-Projekts, neben seiner Fabrik im schwedischen Skelleftea und dem Gemeinschaftsprojekt mit VW in Salzgitter eine weitere Produktionsanlage in Deutschland zu bauen. 

Das zentrale Ziel von Teslas IPCEI-Projekts ist die Entwicklung und Realisierung fortschrittlicher Herstellungs- und Recycling-Methoden von Lithium-Ionen-Batteriezellen, um deren ökologischen Fußabdruck aber auch deren  Stückkosten erheblich zu reduzieren. Die geplanten Fördersummen der einzelnen Projekte hat das Bundeswirtschaftsministerium bislang noch nicht bekannt gegeben.

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