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Blunt | [CC BY-SA 3.0] | 

Die Spitzen der Politik sprechen sich in der Öffentlichkeit gerne für umweltfreundliche Fahrzeuge aus – aber welche Autos nutzen Sie eigentlich selbst als Dienstwagen? Dieser Frage ist die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) nunmehr zum achten Male nachgegangen und hat die Ergebnisse gestern im Dienstwagen-Check 2014 veröffentlicht. Insgesamt 228 Spitzenpolitiker der Bundes- und Landesebene gaben Auskunft über CO2-Ausstoß, Spritverbrauch und Motorleistung ihrer Dienstlimousinen, erstmal wurden auch die Staatssekretäre aller Bundesministerien in die Untersuchung mit einbezogen.

Die Bewertung orientiert sich an den Ampelfarben, in Abhängigkeit zu den CO2-Emissionen: Umweltfreundliche Fahrzeuge, die den EU-Zielwert von 130 g/km einhalten, bekommen die grüne Karte, Fahrzeuge, die zwischen 131 und 175 g/km emittieren, die gelbe Karte und die rote Karte erhalten Dienstkarossen, die die 175 g/km-Grenze überschreiten. Ergebnis: Alle Bundesminister sehen für ihre eingesetzten Fahrzeuge die gelbe Karte – in den Vorjahren waren noch rote Karten dabei. Hybrid- und Elektroautos haben unter den Dienstlimousinen des politischen Spitzenpersonals immer noch einen Seltenheitswert. Insgesamt sei im Vergleich zu den früheren Dienstwagen-Checks laut DHU aber eine erfreuliche Entwicklung festzustellen.

 

Zunehmende Bereitschaft zu CO2-ärmeren Dienstwagen

 

Wir stellen erstmals in der achtjährigen Geschichte einen klaren Trend hin zu sparsameren Fahrzeugen mit weniger Klimagasemissionen fest. So konnten wir deutlich mehr Politiker für die Einhaltung des EU-Zielwerts mit einer ‚Grünen Karte' auszeichnen als wir ‚Rote Karten' verteilen mussten. Leider mussten wir fünf Ministerpräsidenten eine ‚Rote Karte' für ihre nicht mehr zeitgemäßen übermotorisierten Limousinen zeigen", so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.
Während sich alle Bundeminister aktuell im Bereich 148 – 171 g/km bewegen, haben jeweils 5 Staatssekretäre die grüne bzw. die rote Karte erhalten: Die klimaverträglichsten Dienstwagen werden von der Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) und der parlamentarischen Staatssekretärin Elke Ferner (SPD) gefahren, die rote Karte haben 5 Kollegen bekommen, die einen VW Phaeton mit jeweils 224 g CO2/km nutzen.

Erstmals hat ein Ministerpräsident auf Landesebene die grüne Karte erhalten: Der grüne baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann fährt einen Mercedes Benz S 300 mit Hybrid-Antrieb und einem CO2-Ausstoß von 115 g CO2/km (sowie in der Stadt ein Elektroauto, das aber nicht in die Wertung mit einbezogen wurde, da bei mehreren zur Verfügung stehenden Fahrzeugen das mit dem höchsten CO2-Ausstoß bewertet wird).

Interessant sei das Ranking nach Parteien auf Landesebene, so die DUH: Spitzenpolitiker der Grünen erreichen demnach exakt den EU-Grenzwert von 130 g CO2/km, gefolgt von den Politikern der Linken mit 141 g/km und der SPD mit 155 g/km). CDU und FDP liegen mit 165 g/km gleichauf. Das Schlusslicht bildet wie in den Vorjahren die CSU, deren Spitzenpolitiker mit Dienstfahrzeugen unterwegs sind, die durchschnittlich 178 g CO2/km ausstoßen.
Das emissionsärmste Auto der diesjährigen Erhebung wird übrigens von Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) gefahren: Sein VW Jetta Hybrid stößt nur 95 g CO2/km aus.

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