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Screenshot Youtube

In Kampala, der Hauptstadt Ugandas, laufen die Entwicklungsarbeiten für das erste heimische Elektroauto auf Hochtouren. Das Projekt ist nicht neu: schon seit vier Jahren wird an dem ambitionierten Vorhaben gearbeitet. Das College of Engineering, Design, Art and Technolgy der Makerere University (deren Motto übrigens "We Build for the Future" lautet) und die neu gegründete Kiira Motors Corporation (KMC) haben es sich zum Ziel gesetzt, mit einem eigens entwickelten E-Auto die Möglichkeiten umweltfreundlicher Mobilität in und für Afrika zu erforschen und zu entwickeln – Abgase und Smog sind gerade in Kampala, ebenso wie in anderen afrikanischen Großstädten, ein zunehmendes Problem.

Nach einem elektrisch angetriebenen Kleinwagen mit zwei Sitzen Kiira EV haben die ugandischen Wissenschaftler und KMC-Ingenieure nun den weiterentwickelten Kiira EV SMACK vorgestellt, eine kompakte Hybrid-Limousine (siehe Videos), die anfangs vor allem in der Staatsflotte und bei Behörden zum Einsatz kommen soll. Zumindest, wenn es nach dem Willen von Ugandas Präsident Yoweri Museveni geht, der als Fan und Förderer das Kiira-Projekt in diesem Ausmaß erst möglich gemacht hat.

 

Serienproduktion könnte 2018 starten

 

Rund 300 Fahrzeuge sollen monatlich produziert werden, die Serienproduktion soll 2018 starten. Nahezu alle Komponenten des Hybridfahrzeugs, rund 30.000, müssten dafür anfangs importiert werden. Allerdings gebe es bereits Pläne, in einigen Jahren die Motor-Entwicklung und -Fertigung im eigenen Land vorzunehmen. Die Finanzierung für das Werk indes scheint gesichert: Der seit 28 Jahren regierende Präsident Museveni hat 350 Millionen Dollar aus der Staatskasse zugesagt – nicht ganz unumstritten, schließlich handelt es sich um Steuereinnahmen, viel Geld in Uganda.

Um viel Geld handelt es sich auch bei dem anvisierten Verkaufspreis: Rund 40.000 Euro soll der teilelektrische Wagen kosten. Damit sich auch Privatleute den Kiira EV SMACK leisten können, soll es Kooperationen mit Banken geben, um günstige Leasingverträge anbieten zu können, schreibt die TAZ. Woher der Strom für die Produktion und die zahlreichen Elektroautos, so sie denn in beabsichtigtem Umfang produziert werden, kommen soll, ist ebenfalls noch nicht ganz geklärt, da es eine reibungslose, flächendeckende Stromversorgung in Uganda auch nicht gibt. Das Elektroauto würde übrigens nach dem Fluss Kiira benannt, einem Abfluss des Nils aus dem Victoriasee. Hier wurde kürzlich ein Staudamm errichtet, der die Stromversorgung des Landes verbessern soll.

Hier noch eine ausführliche Vorstellung des Kiira EV-Projekts:

 

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