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Tesla Motors

Wie angekündigt (eMobilitätOnline berichtete), hat Tesla Konkretes zu den geplanten stationären Energiespeichern verlauten lassen, die dem Unternehmen eine zusätzliche Einnahmequelle verschaffen sowie dabei helfen sollen, die neue Gigafactory auszulasten.

Der Elektroauto-Bauer wird zwei Systeme auf den Markt werfen, die die Energienutzung nichts weniger als "fundamental" verändern sollen: die Powerwall für den privaten Hausgebrauch und das Powerpack für kleinere Unternehmen.

Bei der Powerwall handelt es sich um einen rund 100 Kilogramm schweren Energiespeicher mit kompakten Maßen (130 x 86 x 18 cm), der einfach an der Wand befestigt werden soll und die auf dem Dach erzeugte Solarenergie zwischenspeichern kann. Die Heimvariante wird in zwei Ausführungen erhältlich sein: Die 10 kWh-Powerwall wird für vergleichsweise günstige 3.500 Dollar (rund 3.100 Euro) an den Start gehen, wer sich mit 7 kWh begnügen kann, muss 3.000 Dollar (knapp 2.700 Euro) auf den Tisch legen (Preise ohne Wechselrichter und Installation).

Bei erhöhtem Speicherbedarf sollen die Powerwalls auch problemlos gekoppelt werden können (siehe Bild). Tesla will 10 Jahre Garantie auf die Stromspeicher geben. Das für gewerbliche Zwecke designte Powerpack soll ein Stromspeicher mit einer Kapazität von 100 kWh sein, der in einer beliebigen Anzahl miteinander verbunden werden können soll – genaue Preise nannte Tesla noch nicht.

Tesla Energiespeicher sollen noch in diesem Sommer ausgeliefert werden

 

Offensichtlich werden die Tesla-Energiespeicher die gleichen Lithium-Ionen-Batteriezellen nutzen, wie sie auch in den Elektroautos des Unternehmens zum Einsatz kommen. Experten verweisen darauf, dass die wirkliche Innovation keine technische sei und Tesla mit den neuen stationären Energiespeichern keinen Technologievorsprung habe. Allerdings könne der Preis einen wirklichen Hebel darstellen, da vergleichbare Speichersysteme für den Hausgebrauch aktuell für das Doppelte oder Dreifache angeboten werden.

Die Auslieferungen der Energiespeicher sollen noch im späten Sommer beginnen, so Tesla. Wann genau die Powerwall und das Powerpack in Deutschland erhältlich sein werden, ist noch nicht bekannt. Angesichts der vergleichsweise hohen Dichte an privat genutzter Solarenergie sowie der hohen Strompreise gehen Experten jedoch davon aus, dass sich Tesla für den Markteintritt in Deutschland nicht allzulange Zeit lassen wird. Reserviert werden können die stationären Energiespeicher bereits heute auf der Tesla-Webseite.

Tesla kooperiert mit Lichtblick

 

Tesla hat als Projektpartner den Ökostromversorger Lichtblick mit ins Boot geholt – die beiden Unternehmen haben eine globale Energiepartnerschaft vereinbart, so Lichtblick. "Die neuen Tesla-Batterien markieren einen Meilenstein, denn kostengünstige und leistungsfähige Speicher sind eine Schlüsseltechnologie der dezentralen Energie-Revolution", zeigt sich LichtBlick-Gründer und CEO Heiko von Tschischwitz begeistert.

Über die IT-Plattform des deutschen Energieunternehmens sollen die Tesla-Speicher an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden und mit diesem "kommunizieren": Bei einer Überproduktion können die Energiespeicher dann Strom aus dem öffentlichen Netz zwischenspeichern, bei einer Unterversorgung Strom ins öffentliche Netz einspeisen – in beiden Fällen soll eine Vergütung für den Haushalt erfolgen. Ein ähnliches "Schwarm"-Netz betreibt Lichtblick bereits mit privaten, kleinen Blockheizkraftwerken.

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