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Das Angebot Chargie ermöglicht die Weitervermietung privater Ladestationen.
By Hugosbento (Eigenes Werk) | [CC BY-SA 4.0] |  via Wikimedia Commons.

Das Angebot Chargie ermöglicht die Weitervermietung privater Ladestationen.

Eines der größten Hindernisse bei der Anschaffung eines Elektroautos ist die Verfügbarkeit von Ladestationen. Gerade außerhalb der Ballungszenten existiert vielerorts noch kein durchgängiges öffentliches Ladenetz. Um einen Beitrag zur kurzfristigen Lösung dieses Problems zu leisten, soll das Angebot Chargie im Vereinigten Königreich das Teilen privater Ladestationen ermöglichen. Die ersten Nutzer für den Service nach Airbnb-Prinzip, der am 16. Mai 2017 offiziell startet, haben sich bereits angemeldet.

Das Vorgehen ist relativ simpel: Der Nutzer des Elektroautos registriert sich kostenlos und sucht online nach einer passenden Lademöglichkeit. Nach Absendung der Anfrage kann der Besitzer der Ladestation das Profil seines Gegenübers in Augenschein nehmen und dann bestätigen oder absagen. Beim Bezahlungsvorgang schlägt Chargie zehn Prozent Gebühr auf die Servicekosten des Besitzers des Ladepunktes auf. Sofern der E-Autofahrer selbst keine private Station für das Netzwerk bereitstellen kann, erhöht sich die zu zahlende Gebühr auf 20 Prozent der Kosten für die Nutzung der Auflademöglichkeit. In Großbritannien sollen die Kosten für einen Aufladevorgang zwischen umgerechnet 2,40 und 4,75 Euro liegen.

Chargie will mit seinem Angebot als erster privater Vermietservice für Ladestationen in UK einen Beitrag zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur leisten. Nach Angaben des Unternehmens fehlen bei Strecken über längere Distanzen, insbesondere abseits der größeren Städte, ausreichende öffentliche Lademöglichkeiten. Aktuell stehen ca. 12.500 öffentliche Ladestationen für knapp 100.000 Elektroautos zur Verfügung. In zehn Jahren will der Inselstaat bis zu 1,3 Millionen Elektroautos auf die Straße bringen. Neben Privatpersonen haben bereits viele Gastronomen, die sich weitere Kunden während der Ladezeiten erhoffen, Interesse an dem neuen Angebot bekundet.

Mit Elbnb startete Renault bereits im vergangenen Jahr in Schweden ein ähnliches Projekt, welches nicht nur dem Namen nach stark an Airbnb angelehnt ist. Bei diesem Angebot können die Besitzer der Ladestation den Preis mit interessierten E-Autofahrern frei aushandeln. Dieses Angebot will ebenfalls einen Beitrag zum Ausbau des Ladenetzes leisten und die Ladeproblematik für viele (potentielle) Elektroautonutzer beherrschbarer machen. Der nordeuropäische Staat möchte den Verkehrssektor bis 2030 vollständig auf regenerative Energien umstellen.

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