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Per EEBUS-Ladelösung kommunizieren diverse Geräte und Systeme untereinander, um  Engpässe zu Ladestoßzeiten zu vermeiden
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Per EEBUS-Ladelösung kommunizieren diverse Geräte und Systeme untereinander, um Engpässe zu Ladestoßzeiten zu vermeiden

Die EEBUS Initiative e. V. hat nach eigenen Angaben eine technische Lösung für den laut einer Studie der TU München und der Beratungsfirma Oliver Wyman drohenden „E-Mobilitäts-Blackout“ (so der Titel der aktuellen Studie) entwickelt.

Dieser Blackout sei, so die Forscher, ab einem Marktanteil der Elektroautos von 30 Prozent zu erwarten. Dann sei davon auszugehen, dass die deutschen Niederspannungsnetze der Belastung zu Spitzenladezeiten, vor allem wohl in den Abendstunden, nicht mehr gewachsen sein werden und es zu örtlichen Stromausfällen kommt. Dieses Szenario wird für in fünf bis zehn Jahren erwartet.

Die von der EEBUS-Initiative vorgeschlagene Lösung sieht eine flexiblere Nutzung des Stromnetzes vor, indem Geräte und Systeme herstellerunabhängig im Hintergrund über den effizienten Einsatz von Energie miteinander kommunizieren und entsprechend entscheiden, wer gerade mit höchster Priorität Energie verbrauchen kann. Zudem werden die Ladevorgänge mit den Netzbetreibern abgestimmt. So kann auf Überlastsignale ebenso reagiert werden wie auf Preisanreize bei überschüssiger Energie im Stromnetz.

Markteinführung 2019

Die Markteinführung der Ladetechnik ist für 2019 geplant – also rechtzeitig vor dem vorhersehbaren E-Mobility Boom und drohenden Blackouts.

„Unsere Mitgliedsfirmen, allen voran die deutsche Automobilbranche, bieten rechtzeitig die Technik für flexibles Laden von Elektroautos,“ fasst Johannes Hauck, EEBUS-Vorstandsmitglied und Manager Corporate Strategy and Business Development bei Hager Electro, zusammen. „Nun ist es höchste Zeit, dass Politik und Netzbetreiber die Weichen für den Einsatz der Technik im großen Stil stellen. Dazu gehört, dass sich der Einsatz des flexiblen Ladens für Nutzer auch tatsächlich lohnt.“

Vom 6. bis zum 8. Februar stellt die EEBUS-Initiative, ein unabhängiger Verein mit über 70 Mitgliedern – überwiegend europäische Hersteller aus den Bereichen Smart Home, vernetzte Haustechnik, Elektromobilität und Energie – ihre flexible Ladelösung auf der Essener Messe E-World vor.

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