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In Münster fahren künftig mehr der leisen und damit anwohnerfreundlichen E-Busse im Linienverkehr. Nordrhein-Westfalen fördert die Anschaffung der Fahrzeuge wie auch die nötige Aufrüstung in Sachen Ladetechnik.
Stadtwerke Münster

In Münster fahren künftig mehr der leisen und damit anwohnerfreundlichen E-Busse im Linienverkehr. Nordrhein-Westfalen fördert die Anschaffung der Fahrzeuge wie auch die nötige Aufrüstung in Sachen Ladetechnik.

Die neuen Elektrobusse sind ein Schritt in Richtung des Ziels der Stadtwerke Münster, bis zum Jahr 2030 hundert neue Elektrobusse im Einsatz zu haben, die allesamt Dieselbusse ersetzen sollen. Auch der Betriebshof wird in Hinsicht auf den verstärkten Einsatz von E-Mobilität weiter umgerüstet.

Geplant sind zunächst 24 Ladepunkte, an denen jede Nacht mindestens 40 Busse geladen werden können. Ähnlich wie bei den bereits bestehenden Schnellladestationen ist auch für diese ein kabelloses Ladesystem vorgesehen. Die Busse verbinden sich dabei auf Knopfdruck per Dachstromabnehmer mit der Ladehaube, die unter dem Dach der Wagenhalle angebracht ist. Anders als die Schnellladestationen wird für die Über-Nacht-Ladung eine geringere Leistung zwischen 75 und 100 Kilowatt eingesetzt, um die Batterien zu schonen.

Aufladung der Elektrobusse mit Ökostrom

Alle Elektrobusse der Stadtwerke Münster werden dabei mit Ökostrom aufgeladen. Auf dem Betriebshof steht dafür eine Speicherbatterie, die tagsüber Strom aus Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der Wagenhallen aufnimmt und diesen später zum Laden der Busse bereitstellt. Auch bei Nachladungen auf der Strecke wird Ökostrom verwendet. Damit ist gesichert, dass die Busse einerseits kein CO2 und keine Stickoxide ausstoßen und dass andererseits auch bei der Stromproduktion keine Schadstoffe anfallen.

Für die Umrüstung des Betriebshofes und die E-Busse selbst haben die Münsteraner Stadtwerke eine umfangreiche Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Von den 1,35 Millionen Euro zur Umrüstung trägt das Land rund 90 Prozent, von den 1,2 Millionen Euro Mehrkosten für die E-Busse im Vergleich zu Dieselbussen übernimmt Nordrhein-Westfalen rund 60 Prozent.

Diese hohe Förderquote liegt in der langjährigen Erfahrung der Stadtwerke Münster als einer der ältesten E-Bus-Betreiber Deutschlands begründet, so Betriebsleiter Eckhard Schläfke: „Wir haben uns früh mit E-Bussen beschäftigt und wissen daher schon heute sehr genau, welche Investitionen wirklich nötig werden und vor allem auch, welche nicht notwendig sind.“

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