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Sieht aus wie eine normale Regionalbahn, könnte aber in Zukunft die umweltfreundliche Alternative zur Diesellok sein: Coradia iLint von Alstom.
NEB Betriebsgesellschaft mbH

Sieht aus wie eine normale Regionalbahn, könnte aber in Zukunft die umweltfreundliche Alternative zur Diesellok sein: Coradia iLint von Alstom.

Gestern haben die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) und der französische Zughersteller Alstom im Rahmen einer Sonderfahrt eine neue Antriebsalternative für Züge präsentiert. Der Zug Coradia iLint verfügt über einen innovativen Wasserstoff-Antrieb, der die Emissionen im Bahnverkehr künftig mindern könnte. Der umweltfreundliche Wasserstoffzug könnte ab 2022 auf der Heidekrautbahn eingesetzt werden.

Im Rahmen der gestrigen Sonderfahrt nach Berlin Gesundbrunnen konnten sich zahlreiche anwesende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Verkehrsunternehmen ein Bild von dem innovativen Fahrzeug machen, welches nach Aussage von Alstom der weltweit erste Personenzug ist, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben wird.

Wasserstoff statt Diesel auf nichtelektrifizierten Teilstrecken

Der Zug Coradia iLint soll nicht nur durch einen geräuscharmen Betrieb punkten, sondern vor allem durch seine Emissionsfreiheit – er gibt lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ab. Um die positive Umweltbilanz aufrecht zu erhalten, will die NEB beim künftigen Einsatz der Brennstoffzellen-Züge ausschließlich „grünen“ Wasserstoff verwenden, der in der Region durch Elektrolyse mit Strom aus Windenergie gewonnen wird.

„Wichtiges Ziel unserer Mobilitätsstrategie ist die Entwicklung und Erprobung alternativer Antriebe. Die Brennstoffzellentechnologie spielt dabei eine wichtige Rolle. Wir wollen Schritt für Schritt die konventionellen Dieseltriebwagen ablösen und unterstützen deswegen das Pilotprojekt auf der Heidekrautbahn. Die Verbindung von umweltfreundlicher Mobilität und Nutzung Brandenburger Windenergie macht das Projekt besonders interessant. Damit kann ausprobiert werden, ob und wie Wertschöpfungsketten in Brandenburg erfolgreich installiert werden können“, so Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

Detlef Bröcker, Geschäftsführer der Niederbarnimer Eisenbahn, ergänzt: „Die Niederbarnimer Eisenbahn engagiert sich seit vielen Jahren dafür, den SPNV hier in der Region noch attraktiver zu gestalten. Der innovative Wasserstoff-Zug von Alstom ist eine echte Alternative auf nichtelektrifizierten Strecken wie der Heidekrautbahn. Mit ihm können wir die RB27 noch leiser und umweltfreundlicher als bisher betreiben – mit Wind und Wasserstoff aus der Region.“

Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer für Alstom in Deutschland und Österreich, fügt hinzu: „Wir möchten den Verantwortlichen hier in Brandenburg und Berlin zeigen, wie lokal emissionsfreier Zugverkehr aussehen kann. Unsere Technologie ist einsatzbereit. Sie repräsentiert eine existierende Alternative und bietet, wesentlich leiser als ein konventioneller Dieseltriebzug, exzellenten Fahrgastkomfort. Die Heidekrautbahn fährt demnächst direkt nach Berlin Gesundbrunnen - gerade für den Verkehr in der Großstadt sind emissionsfreie und leise Lösungen wichtig."

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