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Auf Probefahrt in Wien: der Wasserstoffbus Solaris Urbino 12 hydrogen.
Manfred Helmer

Auf Probefahrt in Wien: der Wasserstoffbus Solaris Urbino 12 hydrogen.

Der Wasserstoffbus Solaris Urbino 12 hydrogen setzt seine Europatour fort. Nachdem er in polnischen, deutschen und italienischen Städten im Testbetrieb war, wurde der Bus nun in Wien vorgestellt, wo er bis Mitte Juni von den „Wiener Linien“ getestet wird. Insgesamt zehn Wasserstoffbusse sollen ab 2023 auf der Wiener Linie 39A eingesetzt werden. 

Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien, über die Probefahrten mit dem Wasserstoffbus: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Solaris einen europaweit renommierten Branchenexperten für diesen Meilenstein an Bord haben, der für uns alle von enormer Bedeutung ist. Gemeinsam werden wir die Weiterentwicklung von Wasserstoffbussen vorantreiben, da die Anforderungen an Fahrzeuge im Linienverkehr in Wien enorm sind.“

Für den aktuellen Testbetrieb wird von den Wiener Netzen eine Tankstelle zur Verfügung gestellt. In der Busgarage Leopoldau wird der Bustank im Testbetrieb einmal täglich mit 35 Kilogramm Wasserstoff innerhalb von zwölf Minuten befüllt; im Regelbetrieb dauert dies acht Minuten, so die Wiener Linien. Mit einem vollen Tank hat der Bus eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern.

Bestellungen für 57 Solaris-Wasserstoffbusse in Europa

Seitdem Solaris den Brennstoffzellbus letztes Jahr vorgestellt hat, sind schon Aufträge aus den Niederlanden, Deutschland und Italien für insgesamt 57 Busse eingegangen, teilt der polnische Busbauer mit. Die ersten Fahrzeuge sollen bis Ende dieses Jahres in Bozen, Köln und Wuppertal ausgeliefert werden.

Die Solaris Urbino 12-Wasserstoffbusse haben Brennstoffzellen mit einer Leistung von 70 kW. Der Wasserstoff wird gasförmig in fünf auf dem Busdach montierten Tanks gespeichert. Die zur Stromversorgung des Busses benötigte Energie wird in der Brennstoffzelle erzeugt, die mit Wasserstoff aus den Tanks versorgt wird. Dieser Wasserstoff wird in Elektrizität umgewandelt, die wiederum direkt den Busantrieb speist, der aus einer Achse mit Elektromotoren besteht.

Der Bus ist außerdem mit einer Batterie versehen, die als zusätzlicher Stromspeicher dient. „Die einzigen 'Nebenprodukte', die beim Betrieb des Solaris Urbino 12 hydrogen entstehen, sind Wärme und Dampf, was diesen Bus zu einem der ökologischsten Fahrzeuge auf dem Markt macht“, meint Solaris. Der Bushersteller ist seit 2003 in Österreich präsent und hat in dieser Zeit fast 400 Busse in 40 Städte geliefert. Täglich fahren 53 von ihnen durch die Straßen von Wien und Umgebung.

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