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Zweisitzer für Pendler und Carsharing: Das Safe Light Regional Vehicle mit Brennstoffzellenantrieb.
DLR (CC-BY 3.0)

Zweisitzer für Pendler und Carsharing: Das Safe Light Regional Vehicle mit Brennstoffzellenantrieb.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat den Prototyp eines elektrischen futuristischen Kleinfahrzeugs der Fahrzeugklasse L7e bei seiner Erstfahrt präsentiert: das Safe Light Regional Vehicle (SLRV).

Das DLR sieht die Einsatzbereiche des sportlichen Zweisitzers insbesondere als Pendlerauto, als Zubringer im öffentlichen Nahverkehr, als Zweitwagen oder als Car-Sharing-Fahrzeug und vor allem in urbanen Randgebieten oder im außerstädtischen Bereich.

Leichte und sichere Sandwichbauweise

Der SLRV ist 3,80 Meter lang und niedrig für einen möglichst geringen Luftwiderstand. Das kleine Wasserstofffahrzeug hat eine rund 90 Kilogramm schwere Karosserie in Sandwichbauweise in Kombination mit einem Brennstoffzellenantrieb. Insgesamt wiegt es rund 450 Kilogramm. Seine „metallische Sandwichbauweise“ soll das Gefährt besonders sicher machen.

Der Projektleiter Michael Kriescher vom Instiut für Fahrzeugkonzepte über die Sandwichbauweise des SLRV: „Das eingesetzte Material besteht aus einer metallenen Decklage und einem Kunststoffschaum im Inneren. Der Vorder- und Hinterwagen des SLRV sind aus Sandwichplatten zusammengesetzt und dienen als Crashzonen. Dort ist auch ein Großteil der Fahrzeugtechnik untergebracht. Die Fahrgastzelle besteht aus einer Wanne mit einer aufgesetzten Ringstruktur. Diese nimmt die Kräfte auf, die während der Fahrt auf das Auto wirken und schützt die Insassen bei einem Crash.“

Rund 400 Kilometer Reichweite mit Brennstoffzellenantrieb

Angetrieben wird das SLRV von einer kleinen Brennstoffzelle mit 8,5 Kilowatt Dauerleistung, die mit einer 25 kW-Batterie verbunden ist. Diese Kombination wiegt laut DLR weniger als herkömmliche Batteriesysteme, sorgt für eine Reichweite von rund 400 Kilometern und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde.

Der E-Zweisitzer hat zwischen den Sitzen einen 39 Liter-Drucktank, der 1,6 Kilogramm Wasserstoff bei 700 Bar speichern kann. Der Innenraum wird mit der Abwärme der Brennstoffzelle beheizt. Durch die schnelle Wasserstoffbetankung entfallen lange Ladezeiten.

Weitere Fahrzeugkonzepte für Urbanisierung

Neben dem SLRV arbeitet der DLR derzeit an zwei weiteren Fahrzeugkonzepten: dem Urban Modular Vehicle (UMV), ein modular aufgebautes Stadtauto für private wie kommerzielle Anwender und dem für weitere Strecken zwischen Ballungsräumen entworfene Inter Urban Vehicle (IUV). Für den SLRV rechnet das Entwicklungsteam derzeit mit einem Preis von etwa 15.000 Euro.

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