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Reichweiten von über 500 Kilometern und Ladeleistungen von bis zu 350 kW soll Hyundais E-GMP-Plattform ermöglichen.
Hyundai

Reichweiten von über 500 Kilometern und Ladeleistungen von bis zu 350 kW soll Hyundais E-GMP-Plattform ermöglichen.

Die Hyundai Motor Group mit den Marken Kia, Hyundai und Genesis hat ihre neue Electric-Global Modular Platform für batterieelektrische Fahrzeuge präsentiert. Die E-GMP setzt auf Heckantrieb und 800-Volt-Technologie und soll ab 2021 in der nächsten Elektrofahrzeuggeneration des Konzerns zum Einsatz kommen. 

Gegenüber den bisherigen Plattformen des Konzerns, die in erster Linie auf Antriebe mit Verbrennungsmotor zugeschnitten sind, biete die E-GMP viele Vorteile. Dazu gehören mehr Flexibilität in der Entwicklung, hohe Fahrleistungen, eine größere Reichweite, optimierte Sicherheit und mehr Platz für Insassen und Gepäck.

„Die frontgetriebenen, batterieelektrischen Kia- und Hyundai-Modelle gehören schon heute zu den effizientesten in ihren Segmenten. Mit der heckantriebsbasierten E-GMP erweitern wir unsere Technologieführerschaft auf Segmente, in denen Kunden exzellente Fahrdynamik und herausragende Effizienz erwarten“, sagte Albert Biermann, Präsident und Entwicklungsleiter der Hyundai Motor Group.

Die Plattform ist modular aufgebaut und stark standardisiert, was die Komplexität reduziere. Dadurch fördere sie eine schnelle und flexible Entwicklung. Sie kann in den meisten Fahrzeugsegmenten eingesetzt werden – sowohl bei Limousinen als auch bei SUV- und Crossover-Modellen. Flexibilität biete sie zudem hinsichtlich der unterschiedlichen Kundenansprüche an die Fahrleistungen. So werde ein Hochleistungsmodell in weniger als 3,5 Sekunden von null auf Tempo 100 beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 260 Stundenkilometern erreichen können.

Erhöhte Sicherheit und verbesserter Fahrkomfort 

Die neue Plattform verbessere zudem das Kurvenverhalten und steigere die Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten – vor allem dank des batteriebedingt tiefen Fahrzeugschwerpunkts sowie der optimalen Gewichtsverteilung zwischen Front und Heck, die aus dem Wegfall des Verbrennungsmotors resultiert. Für gesteigerten Fahrkomfort und ein stabiles Handling sorge eine Fünflenker-Hinterrad-aufhängung, sowie die weltweit erste integrierte Antriebsachse, die zur Kraftübertragung auf die Räder die Radlager mit der Antriebswelle verbindet.

Auch die Sicherheit bei einem Unfall soll die neue Plattform verbessern. So wird die Batterie durch eine spezielle Tragstruktur aus ultrahochfestem Stahl besonders geschützt. Zudem wurde eine neue Frontaufprall-Struktur entwickelt, die sich bis zur A-Säule erstreckt. Das soll die Energie bei einem Frontalaufprall besser verteilen und damit einer Verformung der Fahrgastzelle entgegenwirken.

Energiedichte der Akkus wächst um 10 Prozent 

Die Energiedichte der Batterie, die zwischen Vorder- und Hinterachse in den Boden integriert ist, werde um rund zehn Prozent höher sein als bei den bisherigen Akkutechnologien der Hyundai Motor Group. Dazu trage unter anderem die verbesserte Kühlleistung bei, die das Ergebnis einer neuen Batteriestruktur mit separaten Kühlblöcken ist. Diese Struktur ermögliche eine kompaktere Bauweise, die dem Raumangebot im Interieur zugute kommt und zudem das Gewicht des Akkupakets verringert.
Der lange Radstand, die kurzen Karosserieüberhänge und das schlanke Cockpitmodul vergrößeren das Platzangebot im Innenraum. 

Kleinere, leichtere und leistungsfähigere Motoren

Elektromotor, Getriebe und Inverter der Plattform sind zu einem Modul zusammengefasst. Die maximale Drehzahl der E-Maschine soll Hyundai zufolge dabei um bis zu 70 Prozent höher liegen als bei bisherigen E-Motoren. Das hochtourige Triebwerk sei zudem kleiner und leichter als andere Motoren mit vergleichbarer Leistung. Alle auf der Plattform basierenden Modelle verwenden ein standardisiertes Batteriemodul des gleichen Typs, das sich je nach Fahrzeugsegment, Reichweiten-Anforderungen oder Kundenbedürfnissen leicht anpassen lässt.

Das für die Plattform entwickelt Triebwerk erhöhe den Wirkungsgrad des Antriebssystems um zwei bis drei Prozent, was die Reichweite bei gleicher Batterieladung um rund fünf Prozent steigere. Standardmäßig ist die neue Elektroplattform auf Heckantrieb ausgelegt. Sie kann durch einen zusätzlichen Motor aber auch mit Allradantrieb ausgestattet werden.

Ausgelegt auf Ladeleistungen bis 350 kW

Die Elektrofahrzeuge und auch die Schnellladeinfrastruktur sind heute überwiegend mit 400-Volt-Systemen ausgestattet, die eine Ladeleistung von 50 bis 150 kW unterstützen. Die volle Ladeleistung der 800 Volt-Infrastruktur mit bis zu 350 kW, wie sie etwa Ionity in Europa installiert, wird bislang nur etwa vom Porsche Taycan ausgeschöpft.

Die E-GMP ist nun standardmäßig 800-Volt-schnellladefähig und könne ohne zusätzliche Komponenten oder Adapter auch an 400-Volt-Stationen angeschlossen werden. Fahrzeuge, die auf der E-GMP basieren sollen mit voller Batterie eine Reichweite von über 500 WLTP-Kilometern erzielen und an einer entsprechenden Schnellladestation in 18 Minuten zu 80 Prozent geladen sein. Ein „Nachtanken“ für 100 Kilometer Reichweite sei in nur fünf Minuten möglich.

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