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Elektrische S-Klasse: Der Mercedes EQS
Daimler

Elektrische S-Klasse: Der Mercedes EQS

Wie angekündigt hat Mercedes sein neues Elektroflaggschiff EQS nun offiziell vorgestellt. Das erste Modell auf Basis der neuen Elektro-Plattform EVA wird zunächst in zwei Varianten angeboten. Die Preise will Mercedes zum Verkaufsstart im Juni veröffentlichen.

Bei den beiden Startmodellen handelt es sich um den EQS 450+ und den EQS 580 4Matic. Erster ist ein Heckantriebs-Modell mit einer Leistung von 245 kW / 333 PS. Der Allradantrieb des EQS 580 4Matic leistet 385 kW / 524 PS. Die Höchstgeschwindigkeit ist stets auf 210 km/h begrenzt. Später ist eine noch stärkere Performance-Version mit 560 kW / 761 PS in Planung geplant.

107,8 kWh-Akku zum Start

Beide Modelle haben eine 107,8 kWh an Bord, die den EQS 450+ mit einer Ladung bis zu 770 Kilometer weit bringen soll. Die Reichweite für den EQS 580 4Matic will Mercedes vor dem Marktstart bekannt geben. Zu einem späteren Zeitpunkt werden späteren Zeitpunkt wird Mercedes auch Modell mit einem „kleineren“ 90 kWh-Akku anbieten.

Der Stromverbrauch von EQS 450+ und EQS 580 4Matic wird nach WLTP-Norm mit 20,4-15,7 kWh/100 km und 21,8-17,4 kWh/100 km angegeben. Möglich macht diesen angesichts der Leistung niedrigen Verbrauch unter anderem ein cw-Wert von 0,20, der Mercedes zufolge eine neue Bestmarke bei Serienautos markiert. Alle Angaben zu Reichweite und Verbrauch beruhen auf internen Messungen von Mercedes, die endgültigen Werte werden die Stuttgarter nach abgeschlossener Typprüfung veröffentlichen.

22 kW-Onboard-Lader optional

Die Batterie-Management-Software des EQS ermöglicht Updates „over the air“ mit dem Mobilfunknetz. Bei der Zellchemie habe man einen großen Schritt in puncto Nachhaltigkeit erreicht, betont Mercedes: Der Kobalt-Anteil sei auf zehn Prozent reduziert worden, das optimierte Aktivmaterial bestehe im Verhältnis von 8:1:1 aus Nickel, Kobalt und Mangan.

Ein intelligentes Thermomanagement soll bei aktivierter Navigation kürzere Ladezeiten ermöglichen. An einer Schnellladestation lädt der EQS mit bis zu 200 kW – nach 15 Minuten soll so genug Strom für die nächsten 300 Kilometer in den Akku gefüllt sein. Optional ist ein 22 kW-Onboard-Lader für die schnellere Akkufüllung an Wallbox oder öffentlicher Ladesäule. In Japan wird mit dem EQS auch bidirektionales Laden möglich sein, also Laden in beide Richtungen.

Hyperscreen von Tür zu Tür 

2021 04 16 Mercedes EQS Interieur

                                                                                                                                                    Copyright: Daimler

Als Highlight im Interieur hebt Mercedes den aufpreispflichtigen „MBUX Hyperscreen“ hervor: Die Bildschirmeinheit zieht sich nahezu von A-Säule bis A-Säule. Sie setzt sich aus drei Bildschirmen zusammen, wovon einer für den Beifahrer vorgesehen ist. Für Gepäck stehen im Kofferraum 610 Liter zur Verfügung, mit umgeklappten Sitzen sind es 1770 Liter.

Je nach Ausstattung verfügt der EQS über bis zu 350 Sensoren. Die Umfeldsensorik soll auch einen Remote-Park-Assistenten ermöglichen, mit dem der Fahrer das Auto per Smartphone ein- oder ausparken kann. Zusammen mit der benötigten Sonderausstattung hat der EQS die Technik an Bord, um vollautomatisiert und fahrerlos in entsprechend ausgerüsteten Parkhäusern ein- und auszuparken. Mit der Sonderausstattung „Drive Pilot“ wird das E-Auto etwa in Stausituationen auf geeigneten Autobahnabschnitten zunächst in Deutschland bis 60 km/h hochautomatisiert fahren können.

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