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Dass Renault die Sicherheit seines Erfolgsstromers in den letzten Jahren nicht an die strengeren Anforderungen angepasst hat, kostete beim NCAP-Crashtest nun deutlich Punkte.
Renault

Dass Renault die Sicherheit seines Erfolgsstromers in den letzten Jahren nicht an die strengeren Anforderungen angepasst hat, kostete beim NCAP-Crashtest nun deutlich Punkte.

Das katastrophale Crashtest-Ergebnis für den Renault Zoe versetzt den Hersteller in Alarmstimmung. Nun hat auch noch noch der ADAC seine Vertriebskooperation mit dem E-Auto aus. Ein ADAC-Sprecher sagte der „Automobilwoche“, man analysiere nun gemeinsam mit Renault die Gründe für das schlechte Ergebnis und nehme eine „Neubewertung“ des Angebots vor. Auf der Webseite des ADAC heißt es momentan beim Zoe-Angebot: „Bald wieder da“. 

Euro NCAP hatte diese Woche die Crashtest-Ergebnisse für den Zoe und Dacia Spring veröffentlicht. Während der Spring noch einen Stern erhalten hatte, gab es für den Zoe keinen einzigen Stern. Hintergrund ist unter anderem, dass beim Basismodell kein Notbremsassistent ab Werk verbaut ist, dieses System gibt es nur optional.

Notbremsassistent demnächst serienmäßig?

Renault will nun gegensteuern und möglichst ab dem Frühjahr den Notbremsassistenten serienmäßig anbieten. Welche Bewertung dann bei einer Nachprüfung möglich wäre, ist offen. Im Testbericht heißt es unter auch anderem: "Bei dem schwereren seitlichen Pfahlaufprall traf der Kopf des Fahrers jedoch direkt auf den eindringenden Pfosten, und die Werte für die Kopfverletzungen deuteten auf einen geringen Schutz dieses Körperteils hin. Die Kompression der Rippen ließ auf einen geringen Schutz des Brustkorbs schliessen. Tests an den Vordersitzen und Kopfstützen zeigten einen geringen Schutz gegen Schleudertrauma bei einem Heckaufprall."

Unklar ist, wie in der Renault-Zentrale übersehen werden konnte, dass inzwischen ohne Notbremsassistent eine Null-Sterne-Bewertung droht. „Da muss jemand gewaltig gepennt haben“, zitiert die „Automobilwoche“ einen Renault-Insider aus Paris.

Mit der Nachbesserung will Renault wohl auch die ADAC-Kooperation retten, die als Vertriebsweg für den Zoe durchaus eine Rolle spiel: Seit 2018 wurden über die Kooperation laut ADAC über 7.000 Leasingverträge für den Renault Zoe in der Basisvariante „Life“ vermittelt. Zuletzt wurde die Kooperation im Mai verlängert.

Immer noch führend in der Zulassungs-Rangliste

Der Zoe ist nach wie vor eines der beliebtesten Elektroautos – in Deutschland war der Kleinwagen das meistverkaufte Stromauto 2020 und wurde insgesamt öfter zugelassen worden als jedes andere E-Auto. Die wachsende Modellvielfalt und damit größere Konkurrenz haben den einstigen Überflieger 2021 hierzulande etwas eingedrosselt - aber im Oktober wie im November in den letzten beiden Monaten konnte der Zoe bei den E-Neuzulassungen in Deutschland wieder ganz vorne landen.

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