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Der neue E-Bolide gibt sich gegenüber der aktuellen Generation in allen Belangen verbessert.
Formel E

Der neue E-Bolide gibt sich gegenüber der aktuellen Generation in allen Belangen verbessert.

Die Formel E hat in Monaco ihre dritte Fahrzeug-Generation vorgestellt. Das neuentwickelte Gen3-Fahrzeug kommt mit mehr Leistung wie Effizienz und soll auch in Sachen Nachhaltigkeit einen deutlichen Satz nach vorne machen. Der Strombolide folgt auf das aktuelle Gen2-Auto, das nach vier Jahren im Einsatz ausgedient hat.

Die Maximalleistung der flotten Stromer steigt auf 350 kW / 475 PS - also 100 kW mehr als bei der aktuellen Generation, die mit maximal 250 kW / 339 PS über die Stadtkurse zischt. Im Rennen dürfen davon 300 kW / 407 PS (aktuell: 200 kW / 272 PS) genutzt werden. Die vollen 350 kW stehen im Qualifying, beim Fanboost und im Attack Mode zur Verfügung. Letzterer wird im Rennen durch das Überfahren einer bestimmten Zone auf der Strecke aktiviert.

Durch die höhere Leistung knacken die E-Flitzer auch erstmals seit Beginn der Serie die 300 km/h-Marke: Die Spitzengeschwindigkeit liegt künftig bei bis zu 320 km/h, bislang waren maximal 280 km/h drin. Im Vergleich zur ersten Generation ist die Höchstgeschwindigkeit um 95 km/h gestiegen.

Bis zu 40 Prozent der Energie im Rennen rekuperiert

Ebenfalls verbessert wurde die Effizienz, unter anderem durch einen zweiten Elektromotor an der Vorderachse. Dieser dient im Unterschied zum Heckmotor allein zur Energie-Rückgewinnung. Bis zu 600 kW sollen beide Motoren in Kombination rekuperieren können. Nach Angaben der Entwickler werden damit künftig bis zu 40 Prozent der für den Vortrieb erforderlichen Energie über Rekuperation gewonnen. Das mache die Formel E zur effizientesten Rennserie der Welt.

Hydraulische Bremsen an den Hinterrädern werden damit überflüssig, was etwa 60 Kilogramm Gewicht einspart. Weitere Gewichtseinsparungen ergeben sich durch eine höhere Energiedichte des Akkus, der ab dieser Generation wieder von Williams Engineering geliefert wird: Während die Akkukapazität von aktuell 52 kWh nur marginal auf 51 kWh sinkt, fällt das Gewicht des Energiespeichers um ganze 101 Kilo von momentan 385 auf 284 Kilo. In Summe soll der Gen3-Wagen nur noch 780 Kilogramm wiegen und pro Runde Zeitersparnisse von zwei bis vier Sekunden ermöglichen. 

2022 05 01 Formula E Gen3 2

Boxenstopp beim Ultraschnelllader

Anders als bisher sind auch Boxenstopps geplant, bei denen die Stromer während dem Rennen ihre Akkus auffüllen können. Laut offizieller FIA-Ausschreibung soll bei rund 30-sekündigen Ladestopps mit 600 kW Leistung geladen werden können. Zum Vergleich: Öffentliche Schnellladesäulen haben eine Maximallleistung von 350 kW, die aber noch von keinem Serienfahrzeug abgerufen kann. Wie genau die Boxenstopps in der Formel E integriert werden, ist noch nicht bekannt.

Verbesserte Umweltbilanz

Die Organisatoren der Formel E heben auch die verbesserte Umweltbilanz der neuen Fahrzeuge hervor. So würden die Reifen zu 26 Prozent aus nachhaltigen Stoffen und Recycling-Materialien bestehen. Die Einheitskarosserie werde ebenfalls mithilfe von nachhaltigen und recycelten Materialien hergestellt und Karbon-Teile würden nach einem Verfahren aus der Raumfahrt-Industrie vollständig recycelt. Hohe Recycling-Quoten werden auch für die Batterien anvisiert, die in einer Kooperation zwischen McLaren Applied Technologies, Sony und Lucid Motors entstehen. Laut den Organisatoren der Formel E werden die Rohstoffe für die Akkus nachhaltig beschafft.

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