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Testfahrt des PowerCore SunCruiser im australischen Outback
Hochschule Bochum

Testfahrt des PowerCore SunCruiser im australischen Outback

In einer Woche am 06.Oktober startet die Solarauto-Olympiade 'World Solar Challenge' im australischen Darwin. Mit von der Partie ist der PowerCore SunCruiser der Hochschule Bochum - ein solarbetriebenes Elektroauto neuester Generation, dessen Motor mit Elektroband aus dem Hause ThyssenKrupp hergestellt worden ist (wir berichteten). Der SunCruiser geht getreu seinem Namen in diesem Jahr in der neu geschaffenen Cruiser-Klasse an den Start. Dort gelten besondere Regeln: Mindestens zwei Personen müssen im antretenden Elektroauto mitfahren können und die Fahrzeuge müssen im jeweiligen Heimatland eine gültige Straßenzulassung besitzen. Beide Anforderungen erfüllt der SunCruiser, zugelassen ist er in der Fahrzeugklasse L7e mit vier Türen und drei Sitzplätzen.

 

„Technische Zuverlässigkeit ist entscheidend“

 

Die Strecke auf dem Stuart Highway, bei der Australien von Norden nach Süden durchquert wird, ist 3.000 Kilometer lang. Nur drei Mal darf die 63 Kilogramm schwere Batterie der Autos in der Cruiser-Klasse über Nacht wieder voll aufgeladen werden. Spätestens nach fünf Tagen, am Freitag den 13.Oktober, müssen alle Teams den Zielpunkt Adelaide erreicht haben. Insgesamt treten neun Teams gegeneinander an, unter anderem aus den Niederlanden, den USA, Taiwan, Kanada, Japan, Neuseeland und Australien. Die unterschiedlichen Etappenlängen, festgelegt über die Ladepunkte, stellen hohe Anforderungen an die strategischen Fähigkeiten der Teammitglieder. "Schon die erste Strecke nach Tennant Creek wird mit darüber entscheiden, ob man bei diesem Rennen vorne mitfährt. Die Zeitvorgabe des Veranstalters, die knapp 1.000 Kilometer in zwei Tagen zu schaffen, setzt nämlich einen sportlichen Schnitt von fast 60 km/h voraus", erläutert Stefan Spychalski, der das SolarCar-Projekt an der Bochumer Hochschule seit gut zehn Jahren begleitet.

"Die nötige Energie in der Batterie wird dafür nach Berechnungen unserer Strategen sehr knapp werden. Alles entscheidend wird die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs sein. Eine Panne kostet wertvolle Zeit, die man kaum mehr aufholen kann." Welche Platzierung, der PowerCore SunCruiser erreichen wird, errechnet sich am Ende aber nicht nur aus der Zeit, die das Team für die Bewältigung der 3.000 Kilometer langen Strecke von Darwin nach Adelaide benötigt. In die Entscheidung über den Gesamtsieg fließen zusätzlich die Personenkilometer, also die Anzahl der Mitfahrer, mit ein. Außerdem wird die Alltagstauglichkeit von einer Expertenjury bewertet und mit berücksichtigt.

 

Spezielles Material ermöglicht effizienteren Motor

 

ThyssenKrupp ist Entwicklungspartner des Projekts und von Beginn an als Unterstützer dabei. Der wahlweise in die Vorder- oder Hinterräder eingebaute Motor des Fahrzeugs ist erstmalig mit Elektroband von ThyssenKrupp Steel Europe und der Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Electrical Steel hergestellt worden. Bei dem Material handelt es sich um einen speziellen weichmagnetischen Stahl, der vor allem in Motoren zur effizienten Energieübertragung eingesetzt wird. Mit seiner Hilfe wird die über Solarzellen gewonnene Sonnenenergie sehr effizient und mit geringsten Ummagnetisierungsverlusten genutzt. Das Renntagebuch des PowerCore SunCruiser Teams kann ab sofort auf der Homepage der Hochschule Bochum eingesehen werden und enthält unter anderem eine Bildergalerie.

 

Weiterführende Links:

 

Renntagebuch des PowerCore SunCruiser Teams www.hochschule-bochum.de

Technisches Datenblatt des PowerCore SunCruiser: www.hochschule-bochum.de

Offizielle Homepage der World Solar Challenge mit Teamübersicht und vielem mehr: www.worldsolarchallenge.org/

 

Quelle: ThyssenKrupp AG

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