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Plug'n'Drive, Mariordo | [CC BY-SA 2.0] |  via Wikimedia Commons

Immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass der Elektromobilität die Zukunft gehört und Elektroautos künftig eine wesentliche Rolle spielen. Dies scheint in besonderem Maße für "Deutschlands Top-Entscheider" zu gelten, wie eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Wirtschaftsmagazins 'Capital' deutlich macht. 508 Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, darunter 67 Vorstände aus Konzernen mit mehr als 20.000 Beschäftigten sowie 18 Ministerpräsidenten und Minister und 28 Leiter von Bundesbehörden, wurden befragt – Ergebnis: Die große Mehrheit ist davon überzeugt, dass sich Elektroautos trotz der aktuellen Etablierungsprobleme durchsetzen werden.

Die Entscheider gehören zum sog. "Capital-Elite-Panel", einer nach Angaben des Wirtschaftsmagazins europaweit am prominentesten besetzten Führungskräfte-Umfrage, die zweimal jährlich durchgeführt wird. Rund zwei Drittel der Befragten sieht in elektrisch betriebenen Fahrzeugen ein wichtiges Verkehrsmittel der Zukunft. Gleichzeitig glauben davon 80 Prozent, dass dies noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Glaubt man den Verlautbarungen, wollen die "Top-Entscheider" mit gutem Beispiel vorangehen: Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) hat erklärt, in den nächsten Jahren ein Elektroauto kaufen zu wollen.

 

Kienbaum-Studie bestätigt den Trend

 

Zu einem ähnlichen Ergebnis ist die am Freitag vorgestellte Studie der Managementberatung Kienbaum gekommen, für die mehr als 350 Branchenexperten, Topmanager und Wissenschaftler in Europa, Nordamerika und Asien interviewt wurden. Demnach werden in den nächsten Jahren große Investitionen in der Elektrofahrzeug-Produktion getätigt werden und die Menschen werden verstärkt zu Elektroautos greifen. Die Kienbaum-Studie prognostiziert für das Jahr 2020 rund 800.000 Elektroautos in Deutschland, was dem vielfach angezweifelten Millionenziel der Bundesregierung nahe kommt. Für 2025 rechnet die Managementberatung damit, dass es sich bei jedem vierten Neuwagen in Deutschland um ein Elektroauto handelt.

Harald Proff, Geschäftsführer und Leiter der Global Practice Group Automotive von Kienbaum und Mitautor der Studie, meint: "Die Tatsache, dass der Genfer Autosalon keine neuen Offenbarungen in Sachen Elektroauto geboten hat, bedeutet keine Trendwende. 2013 gingen einige E-Autos wie der BMW i3 in Serie, Tesla zeigte am Markt - noch nicht bei den Finanzen - beeindruckende Erfolge. Die Hersteller brauchen nun wieder etwas Zeit, um Innovationen zu schaffen. Auf mittlere Sicht geht der Trend eindeutig hin zur Produktion und zur Nutzung von Elektrofahrzeugen. Wir sollten das Thema Elektromobilität in der Öffentlichkeit nicht totreden und es dadurch für die wichtigen Meinungsbilder der Early Adopter unattraktiv machen."

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