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Springer Vieweg

Professor Dr.-Ing. Achim Kampker ist in der Elektromobilitätsbranche wahrlich kein Unbekannter: Seit 2008 ist der junge Professor am renommierten Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen tätig und hat bereits mehrere Bücher zum Thema Elektromobilität veröffentlicht. Vor allem aber hat er sich als Leiter des von der RWTH Aachen initiierten Elektroauto-Projekts „Street Scooter“ einen Namen gemacht.

In seinem neuen, gerade bei Springer Vieweg erschienenen Buch "Elektromobilproduktion" zeichnet Kampker alle wesentlichen Grundlagen der Komponenten des neuen Fahrzeugantriebsstrangs nach. Es soll der Forschung und Industrie eine Hilfestellung bieten, um die notwendigen Kompetenzen im Bereich der Produktionstechnik für Elektrofahrzeuge aufzubauen. Daneben spricht der Autor aber auch eine deutliche Warnung aus: Noch sei der Motor das Herzstück eines jeden Autos. Wenn sich aber der prognostizierte Wandel der Mobilität zugunsten von Elektrofahrzeugen vollzieht, werde sich wahrscheinlich alles um den Hochvolt-Batteriespeicher drehen – und damit die bisherige Vormachtstellung der deutschen Automobilindustrie verloren gehen. Deutschland bilde auf diesem Gebiet das Schlusslicht und die bestehenden Defizite bei der Produktion von Hochvolt-Batteriespeichern könnten gefährliche Auswirkungen auf die Zukunft haben, so Kampker.

 

Elektromobilität führt zu verändertem Kompetenzbedarf für die Produktionstechnologie

 

Mit der Elektrifizierung des Antriebsstrangs verändern sich sowohl die Fahrzeugstruktur als auch die verbauten Komponenten. Es werde immer deutlicher, dass die Batteriespeicher in der Mobilität der Zukunft eine prägende Rolle einnehmen. "Deutsche Unternehmen haben im internationalen Vergleich einen deutlichen Rückstand im Bereich der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien. Dabei intensivieren sie dort seit längerem ihre Forschungen und tätigen große Investitionen.“, stellt Professor Kampker fest und verweist darauf, dass die heimischen Unternehmen höchstens bedingt in der Lage seien, die Fertigung solcher Batterien in geeignete großserientaugliche Produktionsstrukturen zu überführen. Nach Ansicht des Autors sind die Produktionsprozesse weder produktionssystematisch noch technologisch effizient gestaltet – was angesichts der hohen volkswirtschaftlichen Bedeutung der Automobil- und Zuliefererindustrie höchst bedenklich sei. Um dies aufzuzeigen und einen Umschwung einzuleiten, habe Kampker die Grundlagen relevanter Speichersysteme, deren Aufbau für unterschiedliche Batteriezelltypen sowie die notwendigen Produktionsschritte und Montageprozesse von der Produktion der einzelnen Batteriezelle bis hin zur Montage des gesamten Hochvoltspeichers aufgearbeitet und erklärt.

Eine ausführliche Rezension des Buches mit anschließender Verlosung finden Sie hier auf eMobilitätOnline.de.

Achim Kampker

Elektromobilproduktion

2014, 294 S., 260 Abb.

Hardcover  € 99,99 (D) | € 102,79 (A) | sFr 124,50 (CH)

ISBN 978-3-642-42021-4

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