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Deutsche ACCUmotive GmbH & Co. KG, Kamenz: Montage von Kühlschläuchen an Batteriemodulen
Daimler AG

Deutsche ACCUmotive GmbH & Co. KG, Kamenz: Montage von Kühlschläuchen an Batteriemodulen

Die Daimler-Tochter Deutsche ACCUmotive mit Sitz im sächsischen Kamenz stellt zum Ausbau der Fertigungskapazitäten 140 neue Mitarbeiter ein – die ganz so neu nicht sind, da sie vom direkt neben ACCUmotive ansässigen Schwesterunternehmen Li-Tec Battery stammen werden.

Ende vergangenen Jahres hatte Daimler das Aus für Li-Tec beschlossen, das aktuell der einzige Produzent für Elektroauto-Batteriezellen in Deutschlands ist. Die Mitarbeiter-Übernahme ist Teil des kürzlich mit dem Betriebsrat vereinbarten Sozialplans:

"Wir können 140 Mitarbeitern der Li-Tec bei der Deutschen ACCUmotive eine Perspektive bieten. Das sichert dem Großteil der Li-Tec-Belegschaft eine Weiterbeschäftigung am Standort Kamenz“, erklärt Deutsche ACCUmotive-Geschäftsführer Frank Blome, der zugleich auch Geschäftsführer des Zellenherstellers Li-Tec ist.

Während Li-Tec ins Straucheln geraten ist und bis Ende 2015 als Batteriezellen-Produzent abgewickelt wird (eMobilitätOnline.de berichtete), sieht Blome die die Deutsche ACCUmotive auf einem Wachstumskurs, der in einer steigenden Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für automobile und industrielle Anwendungen, insbesondere stationäre Batteriespeicher, begründet ist.

"Wir werden im Rahmen unserer Wachstumsstrategie den bereits im vergangenen Jahr begonnenen Personalaufbau fortsetzen und die Zahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Deutschen ACCUmotive bis 2016 nahezu verdoppeln“, so Blome.

Bereits im Dezember hatte Daimler verlauten lassen, dass rund 100 Millionen Euro in den Ausbau von ACCUmotive fließen werden (eMobilitätOnline berichtete). Ganz von der Bildfläche verschwinden wird die Li-Tec GmbH übrigens nicht: Sie soll als Forschungsgesellschaft mit 27 Mitarbeitern weiter geführt werden.

Deutsche ACCUmotive: Vervierfachung der Produktionsflächen seit 2011

 

Die Lithium-Ionen-Batterien von ACCUmotive kommen aktuell im smart fortwo electric drive sowie in den Hybridmodellen der S-, E- und C-Klasse von Mercedes-Benz zum Einsatz. Nach dem Aus der Li-Tec-Produktion werden die Bateriezellen künftig vom koreanischen Technologiekonzern LG bezogen – was nicht an der Qualität liege, wie Daimler betont:  Obwohl die Lithium-Ionen-Zellen der Li-Tec GmbH unter Leistungs- und Qualitätsaspekten absolut wettbewerbsfähig seien, könne angesichts der erreichbaren Volumina und der gleichzeitigen Überkapazitäten am Weltmarkt  eine Zellenproduktion nicht wirtschaftlich geführt werden.

Wenn die aktuell im Bau befindliche dritte Produktionshalle im Laufe des Jahres fertig gestellt ist, wird die ACCUmotive in Kamenz über fast 20.000 m² Produktions- und Logistikflächen verfügen, was gegenüber dem Produktionsstart im Jahr 2011 eine Vervierfachung der Flächen bedeutet. Und natürlich eine Steigerung der Produktion, was den meisten Li-Tec-Mitarbeitern zugutekommt. Der Li-Tec-Betriebsrat zeigt sich zumindest zufrieden:

"Als Betriebsrat haben wir keinen Einfluss auf die unternehmerische Entscheidung, die Produktion einzustellen. Wir konnten jedoch in harten, aber konstruktiven Verhandlungsrunden mit dem Unternehmen vereinbaren, dass deutlich mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als ursprünglich geplant zur Deutschen ACCUmotive wechseln können. Für die vom Arbeitsplatzverlust betroffenen Mitarbeiter konnten wir sehr gute und faire Konditionen aushandeln. Dazu gehört unter anderem eine Transfergesellschaft, in der die frei werdenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für zwölf Monate aufgefangen werden“, erläutert Heidi Schneider, Betriebsratsvorsitzende der Li-Tec.

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